Cooking Mama Cookstar

Genre
Simulation
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Koch Media
Erscheinungsjahr
2020.04
Systeme
Playstation 4, Nintendo Switch
System im Test
Playstation 4
Kurzbewertung
Verschiedenste Rezepte in Minispielen nachkochen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Gelegenheitsspieler_innen
Sprache
Deutsche Texte
Grafik
bunte Cartoon-Optik
Sound
passende Musik und Soundkulisse

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Mama kommentiert die Gerichte
Mehrspielermodus
lokale Minispiele
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Das Franchise Cooking Mama ist mittlerweile über 15 Jahre alt und startete ursprünglich auf dem Nintendo DS. Fortsetzungen der Minispiele-Sammlung rund um das Kochen und Backen gab es für die Nintendo Wii sowie die weiteren Handheld-Konsolen von Nintendo. Nun gibt es den neuen Ableger der Serie neben der Nintendo Switch auch für die PlayStation 4. Ein wichtiger Aspekt, nämlich die Steuerung durch Bewegung oder Tipp- und Wischgesten, entfällt hier jedoch fast gänzlich. Die Kernaufgaben sind jedoch gleich geblieben und so müssen für und mit Mama verschiedene Gerichte in Form unterschiedlicher Minispiele zubereitet werden. 

Pädagische Beurteilung:
Chaos in der Küche
Im Kern müssen die verschiedensten internationalen Rezepte in Form von Minispielen zubereitet werden. Das Spielprinzip klingt im ersten Moment einfach, jedoch bestehen die Rezepte aus unterschiedlichen Eingabemethoden. So müssen Tasten schnell oder im richtigen Moment gedrückt, der Controller geneigt oder die Joysticks passend bewegt werden. Dies erfordert Koordination und da das Zeitlimit meist sehr knapp bemessen ist, kann schnell Chaos entstehen, wenn man aus dem Takt kommt. Gerade dieses Chaos sorgt jedoch für den Spielspaß und wirkliche Fehler können nicht gemacht werden. Das fertige Gericht kann zudem verziert werden und es wird ein Foto geschossen, für das auch Filter und Sticker verwendet werden können, wie es auch beim Vorbild Instagram der Fall ist. Am Ende wird das Gericht mit bis zu drei Sternen bewertet und es werden neue Rezepte und Farben für die Küchengeräte oder Mamas Outfit freigeschaltet. 

Vegetarische Rezepte
Zu Beginn können die Spielenden zwischen den traditionellen und vegetarischen Gerichten wählen. An sich eine gute Sache, dass man auch einen Burger-Patty aus Bohnen oder ein Chili mit Tofu zubereiten kann, allerdings wäre hierfür keine separate Sektion notwendig gewesen, in denen alle Gerichte nochmals als eine vegetarische Alternative auftauchen. Denn auch Gerichte, die von vornherein vegetarisch sind, wie auch beispielsweise Desserts, tauchen hierdurch doppelt auf, obwohl es sich um dasselbe Gericht handelt.

Mehr Spaß zu zweit?
Im lokalen Mehrspielermodus können verschiedene Minispiele mit- oder gegeneinander ausgetragen werden. So gilt es, Pizzateig zu wirbeln, möglichst viele Kekse vom Teller zu stibitzen, gemeinsam Burger zu belegen oder möglichst schnell Kartoffeln zu schneiden. Die Mechaniken sind hierbei leicht zu verstehen und identisch zum Singleplayer-Modus, wodurch die Minispiele auch gemeinsam für kurzweiligen Spielspaß sorgen können. Aufgrund der vielen Wiederholungen der Aufgaben kann die Langzeitmotivation jedoch schnell verloren gehen.

Fazit:
Kleine und große Spieler*innen können mit den chaotischen Minispielen Spaß haben und auch neue Rezepte kennenlernen. Die Minispiele sind kurzweilig, leicht zu verstehen und schnell zugänglich, jedoch teilweise nicht immer abwechslungsreich, da sich die Aufgaben häufig wiederholen. Daher ist Cooking Mama Cookstar besonders lustig für Spieleabende mit der Familie und unter Freund*innen, wenn sich abgewechselt wird.