Call of Duty: Warzone

Genre
Onlinespiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 18 Jahre
Vertrieb
Activision
Erscheinungsjahr
2020.03
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Schneller Battle-Royale-Shooter mit klassischem Call of Duty-Gameplay
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von taktischen Multiplayer-Gefechten
Sprache
deutsch
Grafik
realistische Darstellung im kriegerischen Setting
Sound
opulente Soundkulisse des Kriegsszenarios

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Soldaten und Soldatinnen
Mehrspielermodus
zwei unterschiedliche Online-Modi
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, schnelles Reaktionsvermögen, taktisches Verständnis
Zusatzkosten
optionale Zusatzkosten für u.a. Lootboxen vorhanden
Problematische Aspekte
Gewalt, Blut, fehlende moralische Einordnung
Redaktion
Jan Wall
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Battle-Royale steckt mittlerweile nicht mehr in den Kinderschuhen. Mit dem 2018 erschienenen Black Ops 4 hat die Call of Duty-Reihe bereits erste Schritte in das beliebte Genre gewagt, konnte aber wegen des unausgereiften Systems nicht wirklich einen Eindruck hinterlassen. 2020 wagt man sich mit Warzone erneut in das umkämpfte Terrain, adaptiert beliebte Spielmechaniken der Genre-Kollegen und wartet mit einigen Neuerungen auf.
Eigentlich ist Warzone nur eine Erweiterung des letztjährigen Call of Duty: Modern Warfare, wurde von Activision allerdings ebenfalls als eigenständiges Solo-Spiel veröffentlicht – und das gratis. Somit tut man es Fortnite und Apex Legends gleich und reiht sich mit in die Liste der erfolgreichen Free-to-Play-Titel des Genres ein.

Pädagogische Beurteilung:
Vor dem Start
Spieler_innen auf der PlayStation 4, welche nicht in Besitz einer Plus-Mitgliedschaft sind, müssen im PlayStation-Store 25 Cent für das Spiel bezahlen. Sony spricht hier von einer „Altersüberprüfungsgebühr“ für das eigentlich kostenlose Spiel. Diese Summe wird erhoben, da Call of Duty: Modern Warfare erst ab 18 Jahren freigegeben ist und somit nicht einfach so von jedem heruntergeladen werden kann. Die Realität sieht oft jedoch anders aus und so können sich auch Minderjährige einfach das Spiel runterladen. Ähnlich wie es bei Fortnite: Battle Royale der Fall war, ist Warzone als eigenständiger Modus nicht von der USK geprüft. 

Die Spielmodi
Der prominentere Battle-Royale-Modus ist einer von zwei vorhandenen Modi. 150 Spieler_innen stürzen sich, entweder solo oder in Dreierteams, aus dem Flugzeug auf die tödliche Insel Verdansk, welche optisch an das ukrainische Donezk erinnert. Hier heißt es Last-Man-Standing, das letzte Team gewinnt. Eltern sollten jedoch wissen, dass das kriegerische Setting hier um einiges realistischer ist, als es beispielsweise bei Fortnite der Fall ist. 
Durch neue Spielmechaniken und ständig motivierende Belohnungen, wie z.B. die vielen Ausrüstungskisten, werden die Spielenden stets bei Laune gehalten. Selbst nach dem Tod besteht die Möglichkeit, in einem 1-gegen-1-Gefecht, um den Wiedereinstieg zu kämpfen. Sollte ein Sieg nicht gelingen, können die Teamkameraden Geld sammeln und dieses für ein erneutes Beitreten der gefallenen Mitstreiter ausgeben. Neben dem Wiederbeleben kann an den Shops auch Ausrüstung gekauft werden, welche besonders im Endgame Vorteile verschaffen kann. Zudem gibt es verschiedene Aufträge in jedem Winkel der Karte.
Der zweite Modus nennt sich „Beutegeld“, bei dem es darum geht, eine Millionen Dollar zu verdienen. Größter Unterschied zu anderen Battle-Royale-Titeln ist der sofortige Wiedereinstieg beim Ableben. Außerdem startet man bereits mit einer vollen, wahlweise vorkonfigurierten Ausrüstung. Da das gesammelte Geld bei Spieletod verloren ist, gilt es, die Beute an verschiedenen Orten, wie Hubschrauber-Landeplätzen oder Transport-Ballons, in Sicherheit zu bringen. Wegen vieler Respawns und der ständigen Angst, den gesammelten Betrag zu verlieren, ist „Beutegeld“ eine Alternative zum klassischen Battle-Royale-Modus.

Neuerungen
Im Vergleich zum Genre-Vorgänger Blackout wirkt Warzone deutlich kurzweiliger. Die gespielten Soldat_innen sind mobil und können Fahrzeuge bedienen, was ein schnelles und gezieltes Fortbewegen im bergigen Terrain möglich macht. Die adaptierte Ping-Mechanik macht es außerdem sehr einfach, dem Team bestimmte Orte oder Gegner anzuzeigen. Das Menü ist reduziert und es gibt ein simples Loot-System. Hier kann Echtgeld ausgegeben werden, um bspw. Zeit zu verkürzen oder bestimmte Fähigkeiten freizuschalten.

Fazit:
In Call of Duty: Warzone wurden die Schwächen des Vorgängers größtenteils umgangen und durch motivierende Neuerungen ergänzt. Durch das Free-to-Play-Model könnten Spielende motiviert sein, Geld für In-Game-Käufe auszugeben, um die Spielzeit zu verkürzen oder Fähigkeiten und Waffen freizuschalten. Der Inhalt von Lootboxen ist zufällig, was Parallelen zum Glücksspiel aufweist. Wegen expliziter Gewaltdarstellung im Kriegsszenario und fehlender moralischer Einordnung richtet sich der Titel an volljährige Spieler_innen.