Bridge Constructor Portal

Genre
Denken / Geschick
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
HeadUp Games
Erscheinungsjahr
2017.12
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch, Mac, iOS, Android
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Gelungene Mischung von zwei erfolgreichen Knobelspielserien
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Interessant für
Knobelbegeisterte, Fans beider Serien
Sprache
Englisch, deutsche Bildschirmtexte
Grafik
minimalistisch, erinnert an die Optik der Portal-Spiele
Sound
passende musikalische Untermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
nicht vorhanden
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
logisches Denken
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Harald Walz
Zahnrad Brauweiler
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Wie der Name schon erahnen lässt, ist Bridge Constructor Portal eine Mischung aus den beiden erfolgreichen Puzzle-Spielen Bridge Constructor und Portal. Ziel des Spiels ist es, zum Teil sehr komplexe Brückengebilde zu bauen, die einzelne Waggons und im besten Falle auch einen ganzen Konvoi tragen können. Dieses Prinzip ist wohlbekannt aus der Bridge Constructor-Reihe. Portal kommt mit den namensgebenden Portalen ins Spiel. So kann es sein, dass Fahrzeuge nach dem Überqueren einer Brücke in ein Portaleingang fahren und dann zum Portalausgang teleportiert werden. Dies müssen die Spielenden zum Teil sehr genau abstimmen, da der Eintrittswinkel hierbei entscheidend sein kann. Sind die Fahrzeuge im Ziel angekommen, geht es weiter zum nächsten Level, in dem die Brückenkonstruktion immer ein wenig komplizierter werden.

Pädagogische Beurteilung:
Geschichte
Anfangs durchlaufen die Spielenden eine Art Bewerbung bei den Aperture Laboratories. Scheitert man bei einer Aufgabe, tut sich ein Loch unter der Figur auf, in dem diese dann verschwindet. Dieser, bereits aus Portal bekannte, Humor zieht sich durch das gesamte Spiel. Begleitet werden Spielende von der KI GlaDOS - ebenfalls bekannt aus der Portal-Reihe - mit Tipps und süffisantem Humor. Diese spricht Englisch und wird deutsch untertitelt. Positiv fiel auf, dass konsequent auf eine passende sprachliche Umsetzung geachtet wird. Möchte man das Spiel zum Beispiel beenden, so macht man Feierabend.

Realistische Physik
Level können - wie schon bei Bridge Constructor - auf zwei unterschiedliche Arten gelöst werden. Bei besonders kniffligen Brückenbauvorhaben besteht immerhin die Möglichkeit, dass es ein einzelner Waggon über die Konstruktion schafft, ohne dass diese zusammenbricht. Damit gilt das Level zumindest als erledigt. Möchte man einen ganzen Konvoi erfolgreich durch das Level geleiten, muss man genau die Statik der Brückenelemente beachten und dabei die Austrittswinkel aus den Portalen in die Überlegungen mit einbeziehen. Darüber wird den Spieler_innen quasi nebenbei das Prinzip von Statik vermittelt. Allerdings kritisierten einige Tester_innen, dass hier keine weiteren Erklärungen dazu gegeben werden, warum eine Brückenkonstruktion nicht hält. Lediglich die überlasteten Elemente werden rot eingefärbt und brechen dann je nach Höhe der Belastung. Durch Ausprobieren war es dann allerdings möglich, auch komplexere Brücken zu konstruieren. Hierbei war gerade das Testen der eigenen Konstruktionen ein Höhepunkt. Hielt eine hoch kompliziert oder einfach nur innovativ gebaute Brücke stand, freuten sich die Spieler_innen.

Spielsteuerung
Ein Kritikpunkt ist die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung, die allerdings aus der Bridge Constructor-Reihe bekannt ist. Man muss genau auf bestimmte Punkte klicken, die Maustaste gedrückt halten und dann ziehen. Dabei ist das Raster, in dem man sich bewegt, recht klein und mit einer normalen Büromaus klickt man hierbei zuweilen schonmal daneben. Dabei ist die Steuerung an sich intuitiv. Alles wird über die Maus gesteuert. Und auch die Schalter, um das Bauwerk zu überprüfen, sind klar benannt, sodass unsere Tester_innen trotz einiger Fehlklicks schnell damit zurecht kamen.

Grafik und Sound
Bei Bridge Constructor Portal ist alles auf die Errichtung der Brücken ausgelegt. Daher ist die Oberfläche klar und ohne überflüssige Verzierungen strukturiert. Die Gestaltung der einzelnen Elemente ist nüchtern und stark abstrahiert. Auch die Musik stellt lediglich eine leise Untermalung dar, die mit ihren elektronisch anmutenden Klängen genau zum futuristischen Industriedesign passt.

Fazit:
Bridge Constructor Portal ist ein kurzweiliges Spiel, das auch Tester_innen überzeugt hat, die sonst Spiele ab 12 Jahren spielen. Dabei machen die leichte Zugänglichkeit und die Freude über die eigenen gelungenen Konstruktionen den großen Reiz aus. Kenner_innen der beiden Spielereihen freuen sich natürlich auch über bekannte Elemente wie die KI GlaDOS. Allgemein ist der Titel für alle Altersgruppen spannend, im Test hatten aber besonders die Spieler_innen ab 10 Jahren Spaß, da sie ab dem Alter über die nötige Gedulud verfügten und auch komplexere Level kein Problem darstellten.

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Spieletester
Zahnrad Brauweiler
Pulheim
Bewertung Spielspass