Assassin's Creed Origins

Genre
Action-Adventure
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2017.10
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Wunderbare Spielwelt verbaut in einem altbekannten Spielprinzip
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Serienkenner und Fans des antiken Ägyptens
Sprache
Deutsch
Grafik
realistisch mit einem Hauch Science-Fiction
Sound
realistische Soundkulisse mit dem Hang zur Übertreibung bei den Kampfgeräuschen

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Bayek und seine Frau Aya
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, Reaktionsschnelligkeit
Zusatzkosten
Zusatzinhalte, Pakete für Zeitersparnis
Problematische Aspekte
gewalthaltige Inhalte
Redaktion
Kok Hung Cheong
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Nach Assassin's Creed Syndicate gab es ein Umdenken und Ubisoft hat sich ein Jahr mehr Zeit genommen, um den nächsten Teil zu entwickeln. Im Oktober 2017 kam der heißersehnte Nachfolger Assassin's Creed Origins auf dem Markt. Die Spieler_innen steuern Bayek und auch zeitweise seine Frau Aya auf ihrem Rachefeldzug gegen eine mysteriöse Organisation. Dieses Action-Adventure im antiken Ägypten führt die Hauptcharaktere durch eine offene Spielwelt, die zum Erkunden einlädt. Um die Aufträge zu erfüllen, müssen die Spielenden kämpfen, schleichen oder Parkour laufen. Durch Erfolge bekommen die Spieler_innen Fertigkeitspunkte, die, wie bei einem Rollenspiel, auf Fähigkeiten verteilt werden können, um stärker zu werden. Stärker werden ist ein klares Ziel, denn selbst wenn Gegner nur ein paar Level starker als die Protagonisten sind, ist die Niederlage vorprogrammiert. Alle Dialoge und Texte stehen auch auf Deutsch zur Verfügung. Die Übersetzung ist an manchen Stellen leider etwas holprig und auch die sprachliche Leistung ist an manchen Stellen nicht immer professionell.

Pädagogische Beurteilung:
In der Antike war die Sklavenarbeit gang und gäbe, vor allem wenn von den Griechen, Römern und Ägyptern die Rede ist. Gerade deshalb bekommen die Spielenden hier einen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit. Zum Beispiel schreitet Bayek bei Misshandlungen von Sklaven aktiv ein. Gleichwohl befindet er sich auf einem Rachefeldzug, übt Selbstjustiz aus und behandelt die unterlegenen Gegner nicht zimperlich. Auch wenn dies die Realität darstellt, macht manche moralische Willkür den Titel für junge Spieler_innen unter 16 Jahren problematisch. Die ausgeübte Gewalt wird auch audiovisuell unterstützt, jeder Treffer mit den Variationen von Waffen wird mit Blutspritzern quittiert, zusätzlich werden diese Szenen mit knochenbrechenden Geräuschen untermalt und die Sterbenden schreien noch einmal kurz auf.
Ganz außerhalb der Kämpfe gibt es einen zusätzlichen Modus, der für die Besitzer_innen des Hauptspiels kostenlos ist oder auch separat erworben werden kann. Im Entdeckungstour-Modus (siehe auch: sueddeutsche.de) können die Spielenden das antike Ägypten bereisen, die virtuellen Menschen bei der Arbeit beobachten oder Geschehnisse werden abgebildet. Dazu gibt es Texte zu lesen und eine Stimme erklärt die historischen Fakten. Untermauert wird das Ganze mit Bildern aus Museen, um z.B. den jetzigen Zustand der Statuen zu zeigen. Während das Laufen und Klettern mit nur einer Taste gelöst wurde, sind viele Steuerungsbefehle nicht logisch gestaltet. Während die Spielenden mit einem Tastendruck auf ein Reittier steigen können, wird nicht dieselbe Taste für das Absteigen genutzt und es muss eine andere Taste gedrückt und gehalten werden. Dies erhöht die Lernanforderungen vor allem bei unerfahrenen Spieler_innen.

Fazit:
Wie jeder Teil der Assassin's Creed Reihe macht das Erkunden der Welt unheimlich Spaß. Das neue Kampfsystem und die komplexe Steuerung machen aber für Neulinge teilweise einen Strich durch die Rechnung. Wegen den gewalthaltigen Inhalten, welche auch als Lösung für Probleme vermittelt werden, ist das Spiel erst ab 16 Jahren freigegeben. Fans der Spielereihe finden hier alles, was sie schon immer an Assassin's Creed mochten. Auch Fans des antiken Ägyptens werden sich über die, noch in voller Blüte erstrahlenden, Bauwerke freuen. Alle anderen, vor allem Serienneulinge mit wenig Medienerfahrung, könnten ihre Probleme haben.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.