Gewaltprävention 2.0: Digitale Herausforderungen

Marcus Lüpke/ Ulf Neumann:

In diesem Buch (Sammelband) werden praxisorientierte Medienprojekte vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse und Trends aus der Welt der Neuen Medien dargestellt. Dabei sollen neben den Risiken auch die Chancen der medienpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen im pädagogischen Kontext von Jugendhilfe und Schule behandelt werden.

Neue Medien nehmen besonders in der Freizeitgestaltung von Jugendlichen einen immer größer werdenden Raum ein. Erwachsenen erschließt sich diese komplexe und schnelllebige Welt nur schwer. Noch schwerer ist vor diesem Hintergrund die Konzeption geeigneter Projekte, die auch im Rahmen der Gewaltprävention Früchte tragen.

Häufig führt die konstruktive Arbeit mit Neuen Medien aufgrund einer Vorverurteilung ein Schattendasein in der Pädagogik. Die Autoren sind jedoch der Meinung, dass im Besonderen die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch vor dem Hintergrund aktuell auftauchender Gewaltphänomene (Stichworte wie Killerspiele, Amokläufe, Happy-Slapping, Gewalt- und Pornovideos) im speziellen Fokus pädagogischer Arbeit stehen sollte. Aktuelle gesellschaftliche/wirtschaftliche Entwicklungen und ein nicht selten fest zu stellender Verlust von Werten, die das Zusammenleben von Menschen bestimmen sollten, begründen auch die Wichtigkeit der medienpädagogischen Aktivitäten.

Häufig stehen Kinder und Jugendliche mit ihrer frei erworbenen, leider häufig fehlgeleiteten Medienkompetenz allein da. Pädagogen wiederum scheuen sich in diesem Bereich aktiv zu werden und Schüler zu begleiten, weil Kenntnisse fehlen. Entsprechend sollen die Möglichkeiten der Fusion des Schüler- und Erwachsenenwissens im Blickpunkt dieser Veröffentlichung stehen und dazu ermuntern, sich mit den unterschiedlichen Thematiken zu beschäftigen, um ein kritisches Medienbewusstsein zu fördern.

Das Buch richtet sich dabei nicht nur an Fachkräfte, sondern ebnet den Weg für eine umfassende und sachliche Informationsbasis für alle Menschen, die sich über aktuelle Chancen und Risiken der Arbeit mit Neuen Medien informieren möchten. Zu Wort kommen daher nicht nur Fachleute aus dem Bereich der Gewaltprävention, sondern auch Lehrer, Polizisten, Jugendschützer, Sozialarbeiter, Vertreter der Hersteller von Neuen Medien und Wissenschaftler.

Als Autoren sind u.a. aktiv:

  • Martin Lorber (www.electronic-arts.de)
    Wider den medialen Analphabetismus Verstehen als Voraussetzung für einen kritischen und angemessenen Umgang mit neuen Medien – Medienpädagogik in Schule und Jugendhilfe

  • Thomas Rathgeb (www.mpfs.de)
    Die Medienwelt von Jugendlichen - Ergebnisse der JIM-Studie 2009

  • Daniel Heinz (www.spieleratgeber-nrw.de)
    Virtualität als Aufhänger für Realität

  • Torben Kohring (www.spieleratgeber-nrw.de)
    Virtualität als Aufhänger für Realität

  • Markus Dange (www.schulhomepage.de)
    Pädagogische und rechtliche Aspekte der Gestaltung von Schulhomepages als Transportmedium schulischer Arbeit vor dem Hintergrund der Medienpädagogik

  • Arnfried Böker (www.handywissen.info
    Knack den Code Das Thema „Multimedium Handy“ und Gewaltdiskussionen unter die Lupe genommen

  • Martin Pinkerneil (www.handysektor.de)
    Leinen los nach Digitalien - oder warum ich mir keine großen Sorgen mache

  • Dr. Meike Isenberg (www.klicksafe.de , Internet ABC)
    Spiel, Spaß und Verantwortung: Computerspiele und virtuelle Welten als Herausforderung für Eltern und Pädagogen - Eine exemplarische Vorstellung medienpädagogischer Projekte und Forschungsaktivitäten der Landesmedienanstalten

  • Walter Stauffer (www.bundespruefstelle.de)
    Jugendliche und die Faszination von Sozialen Netzwerken

  • Wolfram Hilpert (www.bundespruefstelle.de)
    Faszination Computerspiele – Hintergründe und Fakten zum Themenbereich „virtuelles Spielen“

  • Dr. Thomas Jäger (Universität Landau)
    Cyberbullying im Fokus medienpädagogischer Aktivitäten

  • Julia Riebel (Universität Landau)
    Cyberbullying im Fokus medienpädagogischer Aktivitäten

  • Paul R. Hilpert (Dezernent für Medienbildung Niedersachsen)
    Wege zur Vermittlung von Medienkompetenz durch aktive Medienarbeit in Schulen

  • Susanne Eberlei (Lehrerin, Albert-Schweitzer-Schule Gifhorn)
    Computerspiele, Interview und Analyse – Die Gamer-Generation aktiv im Unterricht

  • Ulrich Dannenhauer (Oberstudienrat)
    Arbeitstitel: Medienpädagogik im Englischunterricht

  • Marcus Lüpke  
    Gewaltprävention und Neue Medien – Vom Pausenkonflikt zur aktiven Medienerziehung und
    Computerspiele, Interview und Analyse – Die Gamer-Generation aktiv im Unterricht

  • Ulf Neumann
    "Prävention" - Zauberstab oder Leerhülse? - Über Bildung und Rahmenenbedingungen in Jugendhilfe und Schule


Zu den Herausgebern

Marcus Lüpke, Lehrer an der Albert-Schweitzer-Schule in Gifhorn, freier Journalist und Mitarbeiter der Medienberatung das Landes Niedersachsen. Er studierte Sportwissenschaften, Biologie und Erziehungswissenschaften in Köln. Nach ersten Lehrtätigkeiten im Kölner Raum begann er im Jahr 2000 seine aktive Lehrtätigkeit an einer niedersächsischen Grund- und Hauptschule. Seine medienpädagogische Arbeit mit Schülern wurde seit 2005 bundesweit vielfach publiziert, multipliziert und prämiert. Im Jahr 2008 wurde seine medienpädagogische Arbeit und das Engagement im Rahmen der Gewaltprävention mit dem 2. Platz des „Gemeinsam-Preises“ der Braunschweiger Zeitung gewürdigt.

Ulf Neumann, Diplom-Sozialpädagoge, Sozialmanager und Mediator. Über 30 Jahre ehren- und hauptamtlich in der Jugendarbeit und Jugendhilfe tätig gewesen. Davon 20 Jahre in leitenden Positionen. Im Jahre 2008 stieg er bewusst aus dem Arbeitsfeld aus und ist nun hauptamtlich in der Erwachsenenbildung (Kreisvolkshochschule Gifhorn) tätig. Zahlreiche Aufsatz- und Fachbuchveröffentlichungen zu Fragen der Gewaltprävention, Jugendpolitik und -arbeit.


Gewaltprävention 2.0: Digitale Herausforderungen

208 Seiten, Paperback, € 16.90,

ISBN: 978-3-89472-227-2


Quelle: Homepage von Marcus Luepke