Project Cars

Genre
Rennspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Bandai Namco Entertainment
Erscheinungsjahr
2015.05
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Näher am Realismus war bis jetzt kein Rennspiel
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
Freunde des Rennspielgenres verfolgen seit Jahren große Serien, die den Markt nominieren. Zu nennen wären hier Gran Tourismo, Need for Speed oder Forza Motorsport. Mit Project Cars gibt es plötzlich einen neuen Anwärter für die Spitze des Rennspielgenres. Während bei den anderen Titeln die Präsentation klar im Vordergrund steht, haben sich die Entwickler bei Project Cars verstärkt auf die Simulation der Steuerung und Lenkung eines Rennwagens konzentriert, um ein möglichst realistisches Fahrvergnügen zu schaffen. Und das so genau, dass es besonders Einsteiger schnell überfordern kann.

Pädagogische Beurteilung:
Spartanisch
Zu Beginn wählt der Spieler zwischen dem Einzelrennen oder einem Karrieremodus, bei dem sich langsam zur Weltklasse hochgekämpft werden muss. Die Hintergrundgeschichte wird insgesamt sehr sporadisch präsentiert, dafür strotzen die Einstellungsmenüs nur so vor Optionen. Von der Tastatureinstellung über den Boxenstopp bis zur Empfindlichkeit von Lenkung, Gas oder Bremse lässt sich alles bis in die winzigsten Details anpassen. Das überfordert vor allem jüngere Spieler und Anfänger, die sich erst durch vollgepackte Menüs wühlen müssen. Experten dagegen fühlen sich schnell zuhause, da ihnen freie Hand gelassen wird. Das gilt besonders für die Einzelrennen, bei denen von der Künstlichen Intelligenz (kurz: KI) bis zur Rundenanzahl alles eingestellt werden kann. Und das Schöne: die KI wirkt sehr menschlich, macht ebenso Fehler wie der Spieler, nutzt aber auch gnadenlos jede Schwäche aus. Zum Glück ist auch diese konfigurierbar und ermöglicht auf den niedrigeren Schwierigkeitsgraden auch Einsteigern ein erfolgreiches Spielerlebnis.

Steuerung
Obwohl das Spiel sowohl mit Tastatur als auch mit Gamepad gespielt werden kann, greifen hier nicht nur Puristen zu einem Lenkrad. Denn im Gegensatz zu dem Gamepad, das wegen fehlender Tasten fast unspielbar ist, kann der Spieler mit einem Lenkrad am sensibelsten steuern. Jüngere Spieler müssen sich zwar zuerst an die Steuerung gewöhnen, aber auch das geht schneller als man meint. So kommen hier trotz der vielen Konfigurationsmöglichkeiten auch Einsteiger auf ihre Kosten.

Grafik
Auch grafisch muss sich Project Cars nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die schön gestalteten Strecken (teils real, teils erfunden) sowie die hochdetaillierten Fahrzeuge überzeugen besonders mit hohen Grafikeinstellungen am PC. Im Detail können Playstation 4 und Xbox One zwar nicht mithalten, machen aber trotzdem einiges her. Besonders beindruckend gelungen ist hier die detaillierte Darstellung des Cockpits.

Fazit:
Project Cars ist vielmehr eine Rennfahrsimulation als ein reines Rennspiel und eignet sich daher besonders für erfahrene Spieler des Genres. Davon zeugen die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, die den Umfang von vergleichbaren Titeln weit hinter sich lassen. Aber auch Einsteiger können hier Spaß haben, wenn auch im reduzierten Maße. Durch die Komplexität der Einstellungsmenüs und der sensiblen Steuerung können besonders jüngere Spieler frustriert werden. Daher eignet sich Project Cars erst für Spieler_innen ab ca. 10 Jahren.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Offener Jugendtreff im Pfarrheim St.Ludger
Lüdinghausen
Bewertung Spielspass

"Das Spiel ist wie ein normales Formel 1 Spiel aber das Handling ist schwer." (Tester 14 Jahre) 

"Die Grafik ist sehr gut und die Musik ist passend. Sie verleiten dazu Gas zu geben." (Tester 14 Jahre)

"Es gibt wenig Auswahl an Strecken und Fahrzeugen und der offline Modus ist sehr eingeschränkt." (Tester 14 Jahre)