Weihnachten und Digitale Spiele

Gerade wenn es um Weihnachten geht, verhalten sich Eltern durchaus unterschiedlich. Manche wissen bereits im Juli, welche Geschenke unter dem Tannenbaum liegen werden. Getreu dem Motto "Man kann ja nie wissen" nutzen einige Mütter und Väter beinahe jede Einkaufsmöglichkeit, um prophylaktisch einen Fundus an Geschenken anzuhäufen und können am Jahresende aus dem Vollen schöpfen. Wieder andere verlassen sich voll auf den Wunschzettel ihrer Kinder und arbeiten ihn akribisch ab.


Aber es gibt auch Eltern, für die das Weihnachtsfest jedes Jahr völlig überraschend kommt. An denen deutliche Warnsignale wie Weihnachtsbeleuchtung, Glühwein und der Song "Last Christmas" spurlos vorbei zu gehen scheinen. Umso tragischer ist die Tatsache, dass der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt und somit der panische Spießrutenlauf durch die überfüllten Läden am Morgen des Heiligabend ausfallen muss.

Um die vorprogrammierte Katastrophe unter dem Weihnachtsbaum zu verhindern, hat die Redaktion des Spieleratgeber-NRW noch einige Tipps für bedürftige Späteinkäufer_innen zusammengestellt.

1. Beachten Sie die Alterskennzeichen!
Nicht jedes Spiel ist für jedes Alter geeignet. Digitale Spiele werden in Deutschland von der USK, einer Alterseinstufung, unterzogen. Halten Sie sich beim Verschenken von Computerspielen an die aufgedruckten Alterseinstufungen um die Beeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen zu vermeiden. Sie können die Alterskennzeichen auf der Seite der USK abfragen.

2. Beachten Sie das Alter des Kindes!
Auch wenn ein Spiel von der USK für ein bestimmtes Alter freigegeben wurde, bedeutet das nicht, dass die altersbedingten Fähigkeiten des Kindes für das Spiel ausreichen. Muss man z.B. in einem Spiel viel lesen, eignet es sich in der Regel nicht für Kinder unter 9 Jahren. Die pädagogische Altersbeurteilung des Spieleratgeber-NRW bietet wertvolle Orientierung.

3. Klären Sie technische Fragen vor dem Kauf!
Gerade auf dem PC gibt es technische Anforderungen, die erfüllt sein müssen, um ein Spiel nutzen zu können. Dies vorab zu prüfen verhindert Frust unter dem Weihnachtsbaum.

4. Sprechen Sie mit dem Kind!
Kinder und Jugendliche haben bereits eigene Wünsche und Vorstellungen. So ist vielleicht eine Marke besonders beliebt. Oder im Freundeskreis ist ein bestimmtes Spiel angesagt. Dann wird auch ein ähnlich gestaltetes Spiel nicht die gleiche Freude bei den Beschenkten auslösen.

5. Sprechen Sie mit den Eltern!
Wenn Sie eine Geschenkidee für Andererleuts Kinder suchen, sollten Sie mit den Eltern vorab sprechen, um böse Überraschungen zu verhindern. Einerseits um Vorlieben abzusprechen, andererseits könnten diese nicht wollen, dass sich Ihr Kind mit bestimmten Inhalten oder Marken auseinandersetzt.

6. Richten Sie die Geräte selbst ein!
Auch Spielkonsolen und Smartphones stehen weit oben auf dem Wunschzettel vieler Kinder. Diese bieten zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich des Jugendschutzes, die Eltern jüngerer Kinder nutzen sollten. Nähere Infos finden sich in unserer Rubrik Plattformen.

Ebenfalls interessant:
Neben unserem Online-Angebot bietet auch in der Broschüre "Digitale Spiele pädagogisch beurteilt" Orientierung beim Einkauf. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Publikation wird von der Stadt Köln in Kooperation mit dem Spieleratgeber-NRW herausgegeben. Auch Band 27 bietet wieder vielfältige Informationen zu aktuellen und interessanten Computer-, Konsolen- und Online-Spielen, wobei alle Beurteilungen unter Anleitung erfahrener Pädagoginnen und Pädagogen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen erstellt wurden. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden. Den Link zur Print-Version stellen wir bei Veröffentlichung ebenfalls zur Verfügung.

Die Redaktion des Spieleratgeber-NRW wünscht Ihnen und Ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest.