Vikings - Wolves of Midgard

Genre
Rollenspiele
USK
keine Jugendfreigabe (?)
Pädagogisch
ab 18 Jahre
Vertrieb
Kalypso Media
Erscheinungsjahr
2017.03
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Actionreiches Rollenspiel für Volljährige
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans der Fernsehserie/des Szenarios
Sprache
Deutsche Bildschirmtexte
Grafik
weitestgehend stimmige Grafik; gelungene Wettereffekte
Sound
dramatische Musik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellter Spielcharakter
Mehrspielermodus
Online-Koopmodus für 2 Spieler_innen
Spielforderungen
Kämpfe gegen stärkere Gegner erfordern Geschicklichkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
explizite Gewaltdarstellungen
Autor
Ingmar Böke
Einzeltest
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Vikings: Wolves of Midgard ist ein Action-Rollenspiel für ein bis zwei Spieler, das aus isometrischer Perspektive dargestellt wird. Optisch wie spielerisch ähnelt der Titel der beliebten Diablo-Reihe; eine direkte Verbindung zur aktuell populären TV-Serie "Vikings" besteht nicht. Als neues Oberhaupt des Dorfes Ulfung müssen sich Spieler_innen einem drohenden Weltuntergangsszenario entgegenstellen. Dieses orientiert sich an den nordischen Ragnarök-Sagen. In relativ linear aufgebauten Leveln gilt es, Scharen an Gegnern zu töten, die ebenfalls der nordischen Mythenwelt entstammen. Das Sammeln von Erfahrungspunkten erlaubt es, bestimmte Fähigkeiten der Spielfigur aufzuwerten. Ein weiterer Anreiz besteht im Kaufen und Verbessern von Waffen und Ausrüstung.

Pädagogische Beurteilung:
Einstieg ins Spiel
Bevor Spieler_innen mit Vikings: Wolves of Midgard starten, muss ein frei wählbarer Charaktername eingegeben werden. Zudem kann zwischen einer weiblichen oder männlichen Spielfigur gewählt und deren Aussehen beeinflusst werden. Spielerisch bleibt die Wahl zwischen Heldin und Held allerdings ohne Auswirkungen. Obwohl zu Beginn auch ein favorisierter Waffentypus gewählt werden kann, erweist sich diese Entscheidung als nicht wirklich relevant. Welche Waffen oder Fähigkeiten im Spielverlauf aufgewertet werden, bleibt den Spieler_innen überlassen. Wahlweise können sich zwei Spieler_innen gemeinsam durch Vikings: Wolves of Midgard kämpfen. Der Online-Koop-Modus setzt jedoch voraus, dass beide Spieler_innen von separaten Rechnern aus ins Internet eingeloggt sind.

Kämpfen und sammeln
Erfahrungspunkte werden von besiegten Gegnern in Form von Blutstropfen hinterlassen, die zusätzlich einen Teil der Gesundheit wiederherstellen. Über das Spiel verteilt finden sich Altare, an denen Blut geopfert werden kann, um bestimmte Fähigkeiten zu verbessern. Einer dieser Altare befindet sich im Dorf Ulfung, in das der Spielcharakter nach jeder Mission zurückkehrt. Unter anderem können im Dorf auch Schmiede aufgesucht werden, die für die Spieler_innen Waffen oder Ausrüstung herstellen oder verbessern. Benötigt werden in diesem Fall Gold und Rohstoffe, die über die Level verteilt sind. Um zusätzlich Erfahrungspunkte, Rohstoffe und Gold zu sammeln, können optionale Nebenmissionen bestritten werden. Auch diese konzentrieren sich auf das Töten von Gegnern.
Die Kämpfe gehen leicht von der Hand, sowohl mit einem Controller als auch einer Kombination aus Tastatur und Maus. Um stärkere Gegner oder größere Gruppen zu besiegen, ist eine Kombination aus Angriffs- und Ausweichmanövern wichtig. Dieses Prinzip erfordert etwas an Geschicklichkeit, ist dank der flüssigen Steuerung aber schnell zu erlernen. Eine Reihe von Endgegnern erfordert, dass sich Spieler_innen eine Spezialtaktik überlegen, mit der sie den jeweiligen Gegner besiegen können. Kleinere Rätseleinlagen fallen recht einfach aus, so dass sie den Spielfluss nie lange beinträchtigen. Verlieren Spieler_innen im Kampf ihr Leben, müssen dank regelmäßigen Speicherpunkten keine längeren Spielpassagen wiederholt werden. Die Auswahl verschiedener Schwierigkeitsgrade ermöglicht darüber hinaus, die spielerische Herausforderung an die Vorerfahrung der Spieler_innen anzupassen. Grundsätzlich nimmt ein Spieldurchlauf bis zu 30 Stunden in Anspruch.

Atmosphärisch dicht, inhaltlich dünn
Abgesehen von den Kämpfen und dem Anreiz, die Fähigkeiten der Spielfigur permanent weiterzuentwickeln, lebt Vikings: Wolves of Midgards auch von seiner Atmosphäre. Dank eines epischen Soundtracks und zahlreichen Wettereffekten, beispielsweise Schneefall oder Regen, wird die nordische Spielwelt stimmig in Szene gesetzt. Die Grafik überzeugt weitestgehend, auch wenn sie nicht mit Referenztiteln mithalten kann. Die Leistungen der deutschen Synchronsprecher fallen wechselhaft aus, die Dialoge bleiben weitestgehend flach.
Generell sind sowohl Plot als auch Charakterzeichnung eher nebensächlich. Zumeist wird die Rahmenhandlung lediglich in Ladebildschirmen weitererzählt. Das Töten von Gegnern ist ein zentrales Spielelement, das vom Spiel belohnt wird. Wenn sich Spieler_innen durch gegnerische Mythenwesen metzeln, fließt das Blut in Strömen. Vikings: Wolves of Midgard trägt eine USK Freigabe ab 18 Jahren und ist somit nicht für Minderjährige geeignet.

Fazit:
Vikings: Wolves of Midgard ist durch seine blutigen Kämpfe ausschließlich für Volljährige geeignet. Spieler_innen ab 18 Jahren bekommen ein atmosphärisch-dichtes Setting geboten, das mit abwechslungsreichen Umgebungen punktet. Wer großen Wert auf eine gut erzählte Geschichte legt, wird mit dem Titel eher keine Freude haben. Einen besonderen Anreiz stellt der Online-Koop-Modus dar, der es erlaubt, von separaten Rechnern aus zu zweit zu spielen.