Torment: Tides of Numenera

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
InXile Entertainment
Erscheinungsjahr
2017.02
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Leseaufwändiges Abenteuer für Fans von Pen&Paper Rollenspielen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Tabletop- und Rätselspielen
Sprache
Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Russisch, Polnisch
Grafik
düsterer Comicstil
Sound
Soundkulisse unterstreicht die düstere Atmosphäre

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellbarer Charakter
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
gute Lesefähigkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
hoher Leseaufwand
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung: 
Torment: Tides of Numenera ist ein Rollenspiel des Entwicklers inXile Entertainment, basiert auf dem gleichnamigen Pen&Paper-Rollenspiel und ist die Fortsetzung von Planetscape Torment. Eine Milliarde Jahre in der Zukunft hat ein Mann mithilfe alter Kulturen den Tod überwunden und transferiert sich mithilfe der namensgebenden Numenera immer in neue Körper. Als Spieler_in wacht man in so einem Körper auf, nachdem der Mann ihn verlassen hat, was man mithilfe von Fragen, die man stellen kann, herausfindet. 

Pädagogische Beurteilung:
Ein langer Fall
Der Spieleinstieg beginnt mit einem dunklen Bildschirm und Animationen, die drauf hindeuten, dass die Spielfigur fällt. Es folgen lange Textfelder, die man lesen muss, um die Geschehnisse zu verstehen. Durch das Beantworten von Fragen, können die Grundzüge des Charakters festgelegt und sich eine von drei Klassen ausgesucht werden: Nano (Hightech-Magier), Glaive (Elite-Krieger) oder Jack (Allrounder). Nachdem alle Informationen erlesen wurden, kommt die Spielfigur wieder zu sich und das eigentliche Spiel kann beginnen.

Die Qual der Wahl
Sobald das Spiel beginnt steht man sofort vor der dem Problem, dass man viele Entscheidungen treffen muss. Mit welchen Menschen geht man mit, auf wessen Seite ist man, welche Gefechte kämpft man und wo überlistet oder überredet man seine Gegner lieber. All diese Entscheidungen haben weitreichende Folgen, die sich aber nicht sofort einsehen lassen. Mitunter sind es zu viele Entscheidungen, die man treffen muss, da keine Handlung gemacht werden kann, ohne dass man sich vorher dafür entscheidet und dazu sehr lange Texte lesen muss. Dies erinnert sehr an die klassischen Pen&Paper-Rollenspiele, denen Tides of Numenera nachempfunden ist.

Skurille Spielwelt
Die Spielwelt von ist mitunter begrenzt. Man bewegt sich von einer kleinen Region zur anderen, die Regionen an sich sind aber nicht sonderlich groß. Grafisch fanden die Tester_innen das Spiel sehr seltsam. So befindet sich die Spielfigur beispielsweise gerade in einer Region die voller Steine ist, allerdings unpassende technische oder magische Objekte aufweist, die gestalterisch nicht dazu passen. Auch das Bild ist bewusst sehr dunkel gehalten, was dazu führt, dass man oft nicht genau weiß, wo man hingehen muss und was es als nächstes zu tun gilt.

Fazit:
Wir finden, dass das Spiel für Jugendliche ab 12 Jahren interessant ist, da es Jüngere noch nicht richtig spielen können. Man muss viel lesen und aktiv mithören, was besonders junge Kinder noch überfordern kann. Uns hat Tides of Numenera nicht lange motiviert, weil sich der Hintergrund und der Sinn für uns nicht wirklich erschloss. Dazu kommt, dass wir direkt viel und aufmerksam lesen mussten, bevor wir überhaupt Lust auf das Spiel bekamen. Die vielen möglichen Auswahlmöglichkeiten überrollen die Spieler_innen fast schon. Wenn das Spiel mehr Entscheidungen vorgeben würde, die man nicht selbst treffen muss, hätte es uns besser gefallen. Daher richtet sich der Titel an ältere Spieler, die sich für Rollenspiele und Pen&Paper-Abenteuer interessieren.

Diese Beurteilung wurde von jugendlichen Testern verfasst und durch die Redaktion ergänzt.

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Spieletester
Stadtbibliothek Kreuztal
Kreuztal
Bewertung Spielspass