The Inner World 2 - Der letzte Windmönch

Genre
Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Studio Fizbin | Headup Games
Erscheinungsjahr
2017.10
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, iOS, Android
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Point&Click-Adventure zum Nachdenken
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Adventure-Fans, die gerne knifflige Rätsel lösen
Sprache
Deutsch, Englisch
Grafik
liebevoller Zeichentrick-Stil
Sound
passend zum Geschehen mit vertonten Dialogen

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Flötennase Robert, Rebellin Laura und Taube Hack
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Lesen und Denken
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Gruppenleiter
Annamarie Escher-Schenkschuck
Stadtbibliothek Kreuztal
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4
Siehe auch

Spielbeschreibung:
The Inner World – Der letzte Windmönch ist die Fortsetzung zu dem Spiel The Inner World. Es wurde ebenfalls von Studio Fizbin entwickelt und ist wie der Vorgänger ein handgezeichnetes Point&Click-Adventure, bei dem man sich durch verzwickte Rätsel denken muss.
Einige Jahre nach Ende des ersten Teils sieht es für das Land Asposien erneut alles andere als gut aus. Durch ein Missverständnis wird der Bösewicht des ersten Teils, der versteinerte Tyran Conroy, nun von den sogenannten Conroyalisten unter der Anführung von Emil als Märtyrer verehrt. Die Flötennasen, die schon seit Jahrtausenden Asposien beschützen, werden von den Conroyalisten als Feinde abgestemptelt und eingekerkert, um sie als "Endlösung" in einem tiefen Brunnen zu entsorgen. Die Conroyalisten sorgen damit für ihr eigenes Ende, da die Flötennasen die gesamte Hohlwelt mit frischer Luft versorgen. Um die Flötennasen und Asposien zu retten, macht sich Robert, der Held aus dem ersten Teil, zusammen mit der Taube Hack und Rebellin Laura auf die Suche nach dem letzten Windmönch.

Pädagogische Beurteilung:
Auf nach Asposien
Für alle, die den ersten Teil nicht gespielt haben, folgt zuallererst eine Zwischensequenz, die die bisherige Handlung und wahlweise auch die Steuerung erklärt. Danach landen die Spieler_innen sofort in Asposien und betreten damit geschlossene Szenen, die sich nur durch das Lösen von Rätseln weiterspielen lassen. Ein typisches Point&Click-Adventure also. Was The Inner World allerdings besonders interessant macht, sind die doch teilweise skurrilen Charaktere und der Humor. Die Testenden waren zuallererst sehr verwirrt von dem Zeichenstil und der Handlung – sie hatten den ersten Teil nicht gespielt – fanden sich aber schnell zurecht und folgten Robert, Laura und Hack auf ihrem Abenteuer.

Brezel Nazis
Das wohl Skurrilste in dem ganzen Spiel sind die Conroyalisten unter dem faschistischen Anführer Emil, der mit seinem Auftreten, seiner Stimme und seinem Äußeren stark an Adolf Hitler erinnert. Auch die Flaggen und Bekleidung der Conroyalisten erinnern stark an Kleidung und Symbole der NS-Zeit. Die Flötennasen sind wiederum eine ganz offentsichtliche Anspielung auf die jüdische Bevölkerung zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Obwohl die Conroyalisten sehr negativ dargestellt werden, trat besonders bei den älteren Testenden ein sehr mulmiges Gefühl auf, sobald sie den Conroyalisten gegenüberstanden. Jüngere Testende sahen die Conroyalisten hingegen nur als normale Bösewichte an und konnten den historischen Zusammenanhang noch nicht erkennen.

Spaß in Asposien
The Inner World eignet sich für Action im Gehirn und einen längeren Zeitvertreib für eine Person, da es keinen Multiplayer-Modus besitzt. Das Spiel ist auf die Geschichte orientiert und so kann jedes Bild ausgiebig erkundet werden. In den meisten Fällen muss man das sogar, um vorwärtszukommen. Allgemein gilt es, Objekte zu untersuchen, mit Figuren zu sprechen und Rätsel zu lösen. Der Ton ist sehr passend und die Stimmen der Figuren geben ihnen mehr Charakter, sodass man mit ihnen sympathisieren kann. Die Steuerung ist sehr einfach und wird zu Beginn erklärt. Im Falle der PC-Version steuert man hauptsächlich über die Maus und auch das Tippsystem ist sehr hilfreich.

Fazit:
Das Spielprinzip und die Entwicklung der Geschichte sind sehr gelungen und tragen zum Spielspaß bei. Als problematisch könnten die Beleidigungen, die an manchen Stellen Charaktere von sich geben, sowie die Antagonisten, deren Handlung und Aussehen sehr an die NS-Zeit erinnern, empfunden werden. Allerdings geschieht dies auf einer sehr abstrakten Ebene und ist daher hauptsächlich von Spieler_innen mit Vorerfahrung interpretierbar. Die Rätsel sind abwechslungsreich, können für jüngere Kinder allerdings zu schwer sein. Interessant sind das knifflige Spielprinzip und die Geschichte mit historischen Anspielungen für Spieler_innen ab ca. 10 Jahren.
Wir, die Spieletester der Stadtbibliothek Kreuztal, finden The Inner World 2 - Der letzte Windmönch gelungen. Besonders für Fans von Denkspielen ist es sehr geeignet, bei allen anderen könnten die schwierigen Rätsel schnell zu Verzweiflung und Langeweile führen. Hier eignet es sich, gemeinsam zu spielen und zu rätseln. 

Diese Beurteilung wurde von jugendlichen Testern verfasst und durch die Redaktion ergänzt.

Autor: Halil

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Spieletester
Stadtbibliothek Kreuztal
Kreuztal
Bewertung Spielspass