The Bridge

Genre
Denken / Geschick
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
The Quantum Astrophysicists Guild
Erscheinungsjahr
2013.02
Systeme
PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, Nintendo Switch, Mac, Playstation Vita, Android, Linux, Ouya
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Rätsel-Plattformer, der Feingefühl und Konzentration fordert
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Geschicklichkeits-Spielen mit hoher Frustrationstoleranz
Sprache
keine Vertonung, Textsprache ist auf Deutsch verfügbar
Grafik
künstlerische Ausgestaltung angelehnt an die Werke von M.C. Escher, zeichnerischer-Stil, schwarz-weiß
Sound
mysteriöser bis düsterer Soundtrack und Feedback-Geräusche untermalen die Stimmung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
männliche Spielfigur
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Frustrationstoleranz, Denken und Geschicklichkeit
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Karolina Albrich
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Die Spielfigur, ein älterer Mann mit Bart in Karopulli und Jacket, sitzt schlafend unter einem Baum. Durch das abwechselnde Drücken der Schultertasten, die die Spielwelt nach links und rechts kippen, fällt ihm ein Apfel auf dem Kopf, welcher ihn aus dem Schlaf weckt. Nun macht er sich über einen Feldweg auf, wobei kurz die Steuerung erklärt wird. Angekommen in seinem Haus, eröffnen sich den Spielenenden die verschiedenen Level in Form von Türen. The Bridge wurde erstmals 2013 für den PC veröffentlicht und erschien, nach zahlreichen anderen Plattformen, nun 2017 für die Nintendo Switch.

Pädagogische Beurteilung:
"Die Welt ist ein viel größerer Ort, wenn jede Wand ein Fußboden ist."

Dieses Spiel-Zitat könnte es nicht besser treffen. Wie die Spielenden bereits im Tutorial erfahren haben, lässt sich die Spielwelt durch die Schultertasten nach links oder rechts um 365 Grad drehen. Durch das Drehen wird es möglich, neue Wege zu gehen, Dinge zu erreichen und Gefahren auszuweichen. Dabei gilt es, die Schwerkraft gezielt zu nutzen. Ziel eines jeden Levels ist es, die Tür zu erreichen. Manchmal müssen die Spielenden hierzu vorerst einen Schlüssel einsammeln und oft befinden sich Hindernisse oder Gefahrenquellen im Level. Die Spielfigur kann in einen Strudel gesogen oder von einer großen Kugel erschlagen werden. Dies wird jedoch gewaltlos dargestellt und es besteht zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, die getätigten Aktionen durch Tastendruck zurückzuspulen. Wird die Spielfigur von der Kugel getroffen, wird dies durch ein Vibrationsfeedback und eine Mitteilung zurückgemeldet.

Bezug zu M.C. Escher
Das Leveldesign und die grafische Umsetzung des Spiels sind angelehnt an die Werke des niederländischen Künstlers und Grafikers Maurits Cornelis Escher. Dieser beschäftigte sich vor allem mit der Darstellung von unmöglichen Figuren und optischen Täuschungen. Dabei war die Perspektive von zentraler Wichtigkeit. Auch auf seinen Bildern scheint es durch die Veränderung der Schwerkraft möglich zu sein, neue Wege zu erreichen. Die Ähnlichkeit wird umso deutlicher, je komplexer die Level werden. Zu Beginn sind diese eher simpel gehalten.

Schwierigkeitsgrad
Die Level werden sehr schnell schwierig. Dies liegt vor allem daran, dass sehr viel Feingefühl  verlangt wird. Ruckartiges Drehen der Spielwelt ist meist zu drastisch. Das langsame Justieren führt eher zum Erfolg. Oftmals wirkt die Schwerkraft schneller auf die Spielfigur als auf Schlüssel oder Kugeln. Dies führt dazu, dass die Spielfigur dort bereits ins Rutschen gerät, wo sich andere Gegenstände noch nicht bewegen. Wenn die Spielfigur dann auf die Kugel fällt, die man eigentlich wegrollen wollte, ist das zunehmend frustrierend. Die Level werden zudem immer komplexer. Schnell kommen Elemente hinzu, die der Spielfigur den Weg versperren und geschickt durch das Drehen der Spielwelt aus dem Weg geräumt werden müssen. Allgemein fordert das Spiel sehr viel Geschick und ein ruhiges Händchen von den Spielenden.

Fazit:
Spielerinnen und Spieler mit Geduld, Ruhe und einer hohen Frustrationstoleranz, werden sicher viel Freude an The Bridge haben. Der Rätsel- Plattformer bietet knifflige Aufgaben, die abseits des üblichen 2D Aufbaus funktionieren. Auch Liebhaber_innen besonders kunstvoll gestalteter Spiele, mit Anlehnung an andere künstlerische Werke, werden Gefallen am Spiel finden. Auf Grund der hohen Anforderungen, empfielt sich das Spiel für Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahren.