Ersteinschätzung: Cuphead

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
MDHR
Erscheinungsjahr
2017.09
Systeme
PC, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Steam
Kurzbewertung
Extrem forderndes Run and Gun-Spiel mit Retrografik
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Interessant für
Fans von alten Cartoons und schweren Jump&Runs
Sprache
Englisch
Grafik
Charmante Retrografik im Stil alter Trickfilme
Sound
Wilder Jazz-Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Cuphead und Mughead
Mehrspielermodus
Lokaler kooperativer Modus
Spielforderungen
Geduld, extrem gute Hand-Augen-Koordination, Frustresistenz
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Für Kinder eventuell verstörendes Charakterdesign, extrem schwer
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Unter anderem mit der Dark Souls-Serie begann in den letzten Jahren ein Trend von unglaublich fordernden Spielen, die ihre Zugänglichkeit gerne dem hohen Schwierigkeitsgrad opfern. Cuphead gehört auch dazu, sticht aber nicht etwa durch extreme Komplexität hervor, sondern vor allem durch die unglaublich detailverliebte Grafik. Diese ist nämlich im Stil alter Cartoons und Trickfilme gehalten und wurde von den beiden Spieleentwicklern per Hand animiert.
Die Geschichte ist schnell erklärt: Cuphead, der Protagonist des Spiels, hat im Casino seine Seele an den Teufel verloren. Um diese zurückzubekommen, muss er verschiedene Bösewichte besiegen. Dazu hüpft und schießt sich der Titelheld in klassischer 2D-Ansicht durch verschiedene Level mit abwechslungsreichen und kniffeligen Endbossen. Mit gesammelten Münzen können außerdem weitere Fähigkeiten freigeschaltet werden. Cuphead lässt sich außerdem auch zu zweit spielen - das allerdings nur vor der gleichen Konsole. Das schaltet die zweite Spielfigur Mughead frei, was, nicht zuletzt durch die Fähigkeit den Partner wiederzubeleben, den Spielverlauf extrem vereinfacht. Durchbrochen werden die Hüpf- und Schießpassagen durch Fluglevel, die aber dem selben Prinzip folgen - nur eben fliegend statt springend.

Pädagogische Beurteilung:
Selbst zu zweit fordert Cuphead den Spielenden eine Menge ab. So muss fast jeder Bosskampf mehrmals angefangen werden, alleine schon um die Angriffsmuster der Gegner_innen zu durchschauen und umgehen. Das fordert nicht nur Konzentration und eine geübte Hand-Augen-Koordination, sondern auch ein hohes Maß an Frustrationstoleranz. Denn die Level sind auch für Genreveteran_innen bockschwer. Jüngere und unerfahrene Spieler_innen werden sich hier definitiv überfordert sehen und davon frustrieren lassen. Dazu kommt der Retrozeichenstil, der definitiv seinen Charme hat, zum Teil aber ins Groteske übergeht. Dabei wird das Spiel zwar nie explizit gruselig, trotzdem kann der ungewohnte Grafikstil eventuell jüngere Spieler_innen verängstigen. Es gibt außerdem keine deutsche Übersetzung, sodass Cuphead auf englisch gespielt werden muss. Das grundlegende Spielprinzip ist allerdings sehr einfach zu erlernen, wodurch zumindest hier keine großen Englischkenntnisse vorausgesetzt werden.

Fazit:
Obwohl es weder sonderlich explizite Spielszenen gibt, noch andere unangemessene Inhalte für Kinder und Jugendliche, richtet sichCuphead an Spieler_innen ab 12 Jahren. Das liegt am extrem hohen Schwierigkeitsgrad, der besonders Jüngere frustrieren und überfordern kann. Der Grafikstil hat seinen Charme, wirkt zum Teil aber auch so grotesk, dass sehr junge Spieler_innen eventuell verängstigt werden könnten. Genreveteranen ab 12 Jahren freuen sich dagegen über die detailverliebte und schön anzusehende Herausforderung rund um den Titelhelden Cuphead.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.