Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2017.05
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Nintendo eShop
Kurzbewertung
Strategisches Taktik-Rollenspiel mit einigen Neuerungen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von rundenbasierten Taktik-Rollenspielen
Sprache
englische Synchronisation, deutsche Untertitel
Grafik
Anime-Optik
Sound
epochaler und orchestraler Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Alm und Celica
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
taktisches Geschick, strategisches Planen
Zusatzkosten
zusätzliche Inhalte und Amiibos können gekauft werden
Problematische Aspekte
komplexe Geschichte, viel Text
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5Screenshot 6

Spielbeschreibung:
Die beliebte japanische Rollenspielreihe zeichnet sich durch strategisches Denken und taktische, rundenbasierte Kämpfe aus. Diese Merkmale kennzeichnen auch den neustens Teil der Reihe, der ein Remake des 1992 erschienen Fire Emblem Gaiden ist. Allerdings wurden einige Neuerungen eingeführt, um für ein neues Spielerlebnis zu sorgen. Typisch für die Reihe geht es um den Krieg verschiedener Nationen und eine Heldengruppe verschiedener Charaktere, die stetig wächst, um das Böse zu bezwingen. Im Fokus stehen die beiden Kindheitsfreunde Alm und Celica, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Die Handlung wechselt hierbei zwischen den beiden Protagonisten und die Spielenden erleben die Abenteuer der beiden Protagonisten in verschiedenen Teilen des Kontinents Valentia.
Während der einzelnen Missionen müssen die begleitenden Einheiten taktisch klug über das Spielbrett bewegt werden, um Feinde zu bezwingen. Hier müssen Vor- und Nachteile der einzelnen Charaktere berücksichtig werden. Allerdings gibt es nun auch die Möglichkeit, manche Dungeons und Verliese aus der Third-Person-Sicht zu erkunden. In dem Fall steuert man bspw. Alm durch das dreidimensionale Dungeon, findet Schätze, zerstört Kisten und begegnet Gegnern. Außerdem können Dörfer oder Stützpunkte aus der statischen Ego-Perspektive untersucht werden, um Dialoge zu führen und Objekte zu finden.

Pädagogische Beurteilung:
Neue Spielmechaniken
Für die Fans der Reihe werden sich Neuerungen in der Spielmechanik erstmal fremd und gewöhnungsbedürftig anfühlen. Innerhalb von Orten, die erkundet werden können, wie beispielsweise dem Heimatdorf von Protagonist Alm, kann zwischen verschiedenen Schauplätzen gewechselt werden. Dann sieht man das Szenario aus der Sicht des Protagonisten in Form eines statischen Szenarios. Hier können Personen angeklickt werden, um etwa Gespräche zu führen, oder es kann auf Objekte geklickt werden, um Gegenstände zu finden und einzusammeln. Dieses Spielgefühl erinnert ein wenig an die Spielmechaniken der Professor Layton Reihe, in der die Gegend, ähnlich einem Wimmelbild, abgesucht werden muss. Um sich zwischen den Orten des Geschehens des Abenteures zu bewegen, zieht man seine Spielfigur über eine Landkarte und kann oder muss an unterschiedlichen Punkten halten. Hier gibt es Missionen, die an klassische Teile der Reihe erinnern, aber auch Missionen, in denen Orte frei erkundet werden können. In diesen Dungeons kann die Spielfigur frei durch ein Höhlensystem steuern und Aktionen ausführen. Hier lauern zudem feindliche Einheiten, die auf Geräusche reagieren und auf die Heldengruppe durch Lärm aufmerksam werden. Zwar können die Spieler_innen auch weglaufen, im Falle eines Kampfes, wechselt das Geschehen allerdings in die aktbekannte Ansicht.

Taktische Kämpfe
Die strategischen Kämpfe finden in Form eines Spielbretts mit Felden statt. Jede Einheit kann eine gewisse Anzahl an Feldern vorziehen, sobald sie an der Reihe ist. Hier müssen Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Einheiten taktisch klug bedacht werden. Zu jeder Zeit kann man sich auch die Reichweite der Gegner anzeigen lassen und so ist es beispiweise klug, Einheiten so aufzustellen, dass sie von den Gegnern beim nächsten Zug noch nicht erreicht werden können. Zudem sollten Einheiten, die schwach gegen eine bestimmte Waffenart sind, nicht in die Nähe dieser Feinde gestellt werden - Einheiten, die schwach gegen Bogenschützen sind, sollten beispielsweise nicht nah an diese gestellt werden. Wurde eine Einheit besiegt, fällt sie für den Rest des Kampfes aus. Wählt man zu Beginn den klassischen oder schweren Schwierigkeitsmodus, ist die Einheit zudem für den kompletten Spielverlauf verloren. Anfänger der Reihe können allerdings auch den normalen Modus spielen, der sich mehr für Einsteiger eignet. Doch auch wenn Einheiten verloren sind, muss nicht komplett neu gestartet werden. Im Laufe des Abenteuers können immer wieder neue Figuren rekrutiert werden, wodurch die Heldenarmee stetig wächst. Diese können auch durch Aufleveln und Klassenwechsel optimiert werden. So ist es dann allerdings doch sehr ärgerlich, wenn eine Einheit stirbt, die man sehr mochte oder sehr gut traniert und aufgelevelt hat.

Darstellung und Atmosphäre
Das Abenteuer um Alm und Celica spielt in einer mittelalterlichen Fantasywelt. Die Darstellung erinnert an Animeserien und ist sehr liebevoll gestaltet. Auch der Soundtrack passt zum Setting und untermalt die epochale Geschichte. Die Texte sind wahlweise in englischer oder deutscher Sprache, die Dialoge werden zudem in englischer Sprache vertont. Neben statischen Illustrationen gibt es auch animierte 3D-Szenen.

Fazit:
Fans der Reihe werden viel Spaß an dem neuen Teil der Serie haben. Allerdings fühlen sich die Neuerungen erstmals ungewohnt und gewöhnungsvedürftig an. Das Spiel richtet sich deutlich an Fans von strategischen Rollenspielen und taktischen Spielmechaniken. Zudem gibt es viel Text, der die Geschichte vorantreibt. Zwischen den einzelnen Missionen kann es oftmals bis zu mehreren Minuten dauern, bis man wieder aktiv werden kann. Ungeduldige und actionorientierte Spieler_innen kann das schnell abschrecken. Spieler_innen ab 12 Jahren die epochale Geschichten in einer Fantasywelt mögen, erleben hier jedoch über viele Spielstunden ein spannendes Abenteuer.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass