Ersteinschätzung: Yonder: The Cloud Catcher Chronicles

Genre
Rollenspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Prideful Sloth
Erscheinungsjahr
2017.07
Systeme
PC, Playstation 4
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Friedliches, kindgerechtes Adventure mit Harvest Moon-Anleihen
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Anfänger und Fans von Spielen wie Harvest Moon
Sprache
Deutsch
Grafik
bunte Comicgrafik
Sound
freundliche Musikuntermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
selbsterstellter Spielcharakter
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Lesekenntnisse
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die beliebte Serie Harvest Moon verspricht Fans schon seit mehreren Jahrzehnten ein friedliches Leben auf dem Bauernhof - zumindest virtuell. Yonder: The Cloud Catcher Chronicles basiert zumindest lose auf diesem Konzept, verfrachtet es aber in eine offene Spielwelt. Abseits vom Anbauen von verschiedenem Saatgut und der Pflege von Tieren, dürfen hier außerdem für die Bewohner_innen der Insel, auf der das Spiel stattfindet, verschiedene Aufgaben erfüllt werden. Kämpfe oder Gegner gibt es keine. Mit der Zeit sammelt man verschiedene Rohstoffe oder Zutaten, aus denen wiederum neue Werkzeuge oder Nahrung gewonnen werden kann. Yonder verwendet dabei bekannte Spielmechaniken, verpasst diesen aber einen eigenen, bunten Anstrich.

Pädagogische Beurteilung:
Der Einstieg sowie die allgemeine Spielmechanik sind angenehm niedrigschwellig gehalten, sodass auch jüngere Spieler_innen in den Genuss von Yonder kommen können. Auf lange Sicht fehlt es allerdings an Motivation, um sich tiefer im Spiel zu verlieren. Die generischen Sammelaufgaben, die die Spielenden von den Inselbewohnern erhalten, lassen sich oft ohne große Probleme lösen und auch der Farmausbau geht schnell und einfach von der Hand, sodass es erfahrenen Spieler_innen schnell an Herausforderungen fehlt. Gerade aktuelle Titel wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild zeigen, wie offene Spielwelten, die nur so vor Details strotzen, langfristig zum Erkunden und Durchforschen einladen. Dagegen fühlt sich die Welt von Yonder oftmals karg an und bietet den Spielenden, abseits hübsch anzusehender Landschaften, vergleichsweise wenig zu entdecken.

Fazit:
Jüngere und unerfahrene Spieler_innen werden sich über die wenigen Anforderungen und das niedrige Niveau freuen. Besonders die fehlende langfristige Motivation wird sich aber bei erfahrenen Spieler_innen schnell bemerkbar machen. Es sind außerdem Lesefähigkeiten erforderlich, um in den vollen Genuss von Yonder zu kommen, weswegen das Spiel erst für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.