I am Setsuna

Genre
Rollenspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Square Enix
Erscheinungsjahr
2016.07
Systeme
PC, Playstation 4, Nintendo Switch, Playstation Vita
System im Test
Nintendo Switch
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam, Nintendo eShop
Kurzbewertung
Wunderschönes, aber nicht sehr abwechslungsreiches Rollenspiel für eingefleischte Fans
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Interessant für
Eingefleischte Fans von Rollenspielen
Sprache
englischer Text, keine deutsche Übersetzung
Grafik
wunderschön animiert, aber wenig abwechslungsreich
Sound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
unterschiedliche Teammitglieder
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Interesse, lange englische Texte zu lesen
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
Die Spieler_innen übernehmen die Rolle des Söldners Endir, dessen nächste Mission darin besteht, eine Zielperson auszuschalten. Am Einsatzort ankommen stellt er fest, dass es sich bei dieser Zielperson um das junge Mädchen Setsuna handelt. Setsuna selber hat in ihrem Heimatdorf eine prominente Rolle. Sie ist die nächste Person, die sich opfern wird, um das Land zu beschützen. Nur durch diese Opfergaben können die Horden von Monstern eingedämmt werden. Da das Mädchen am Ende ihrer Pilgerreise ihr Leben opfern wird, entschließt sich der Söldner, sie bei ihrer Mission zu begleiten. Im Laufe des Abenteuers wächst die Gruppe um weitere interessante Charaktere.

Pädagogische Beurteilung:
Probleme mit der Story
Das Spiel startet ohne cineastische Filmsequenzen oder lange Erklärungen zu der Hintergrundgeschichte. Die Spielenden werden quasi ohne Vorwissen in das Geschehen geworfen. In der Testergruppe führte dies zwar zuerst zu Verwirrung, erzeugte jedoch auch ein Gefühl von Spannung und Vorfreude. Anschließend werden die grundlegenden Steuerelemente in Form eines Tutorials erklärt. Ebenso wie die komplette Story und alle Dialoge, sind alle Erklärungen in englischer Sprache verfasst. Zwar konnten die Tester_innen vielen Dialogen folgen und auch die Grundstory verstehen, allerdings sank schnell die Motivation, da viele Texteinblendungen nicht verstanden wurden. So brauchten die Tester_innen öfters Hilfe bei der Übersetzung, bis schließlich die meisten Dialoge und Texte nur noch weggeklickt wurden. So konnte die Geschichte nicht sonderlich fesseln und auch für die Charaktere wurden keine Sympathien aufgebaut. Allgemein ist jedoch auch festzuhalten, dass die Geschichte, auch wenn man alle Texteinblendungen liest, im Vergleich zu anderen Rollenspielen nicht sehr tiefgründig und fesselnd ist. Auch wenn die Story an manchen Stellen Wendungen oder emotionale Höhepunkt bietet, bleibt sie meistens jedoch hinter ähnlichen Genrevertretern zurück.

Leicht zugängliche Steuerung
Die Kämpfe sind relativ einfach zu erlernen und auch die restliche Steuerung lässt sich leicht bedienen. Doch der eigentliche Vorteil stellt sich bei näherer Betrachtung eher als Nachteil heraus. Zwar konnten die Tester_innen die Anforderungen ohne weiteres erfüllen, allerdings schlich sich ebenso schnell Langeweile ein. Die Kämpfe können meist ohne große Herausforderungen oder strategisches Geschick gemeistert werden. Zudem laufen die Kämpfe auch meist gleich ab, was schnell zu Demotivation führte. Auch außerhalb der Kämpfe gibt es nur wenig Abwechslung. Innerhalb der Dörfer oder der Weltkarte gibt es neben Gesprächen und einigen Fundobjekten wenig zu erkunden. Fordernde Rätsel oder versteckte Schätze sucht man vergebens.

Wunderschönes Design
Die Welt und das Gamedesign von I am Setsuna sind in einer Aquarell-Optik gehalten und sehen wirklich wunderschön aus. Das Spiel startet in einer verschneiten Winterlandschaft. Die Grafik ist hier sehr liebevoll gestaltet und so gibt es Fußspuren im Schnee und Schneebrocken, die von den verschneiten Tannen hinabfallen. Gespannt warteten die Tester_innen, wie wohl die anderen Gebiete aussehen mögen. Allerdings brauchte es einiges an Spielzeit um festzustellen, dass es keine anderen Gebiete gibt. So steuert man die Heldengruppen lediglich durch verschneite Dörfer, Eishöhlen, schneebedeckte Wälder und Ebenen. 

Fazit:
Insgesamt bietet I am Setsuna eingefleischten Rollenspielfans ein spannendes Abenteuer, interessante Charaktere und eine wunderschöne Spielwelt. Das Spiel wird jedoch erst wirklich interessant, wenn man über sehr gute Englischkenntnisse verfügt, was Jugendliche in der Regel ab 12 Jahren haben. Allgemein bietet das Spiel leider nur wenig Abwechslung, weshalb es die Jugendlichen aus der Testergruppe nicht sonderlich lange motivieren konnte. Lange Dialoge, eintönige Kämpfe und nur wenige Storywendungen führten dazu, dass schnell die Lust verging. Spieler_innen, die das jedoch nicht abschreckt und die eine Vorliebe für Retro-Rollenspiele haben, die können hier ein liebevolles und nostalgisches Abenteuer erleben. 

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass