Final Fantasy XIV: Heavensward

Genre
Onlinespiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Square Enix
Erscheinungsjahr
2015.06
Systeme
PC, Playstation 3, Playstation 4
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Hauptspiel "Final Fantasy XIV: A Realm Reborn" zum Spielen benötigt
Kurzbewertung
Umfassende Erweiterung für Fans des Hauptspiels
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Spieler des Hauptspiels, Anfänger und Fortgeschrittene
Sprache
Einfache Sprache, die Hauptstory ist vollständig deutsch vertont
Grafik
Realistisch und farbenfroh mit deutlichen Fantasy-Einflüssen
Sound
Stimmungsvoller und epochaler Soundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Individuell anpassbarer Charakter, klare Hauptcharaktere und Sympathieträger vorhanden
Mehrspielermodus
Alleine spielen ist in eingeschränktem Maße möglich, allerdings trifft man immer wieder auf andere Spieler
Spielforderungen
Schnelle Reaktionsfähigkeit, Kontaktfreude
Zusatzkosten
Spielzeit muss als Abomodell gekauft werden, gilt aber erst ab Einlösedatum, somit gewisse Flexibilität
Problematische Aspekte
Fokus auf Kampf, allerdings sehr milde Gewaltdarstellung
Redaktion
Christopher Lachnit
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Mit Final Fantasy XIV: Heavensward erscheint die erste kostenpflichtige Erweiterung des beliebten Onlinerollenspiels, die das bekannte Spielprinzip mit interessanten Änderungen erweitert und die Geschichte des Hauptspiels fortführt.
Mit der Erweiterung erhält der Spieler Zugang zu einem neuen Teil der Welt, dem eisigen Norden Eorzeas und dem Stadtstaat Ishgard. Die Bevölkerung dieser sehr religiösen Gegend kämpft seit Jahrhunderten gegen die Bedrohung durch Drachen und hat im Zuge dieser Kämpfe allen Fremden den Einlass in ihren Staat verboten. Im Zuge der Hauptgeschichte zeigt sich aber, dass Ishgard die Hilfe der anderen Stadtstaaten und der eigenen Spielfigur benötigt, um gegen einen erneuten Angriff durch die Drachen bestehen zu können. Zum ersten Mal seit langem öffnet Ishgard also wortwörtlich seine Tore. 

Pädagogische Beurteilung:
Grenzen überschreiten
Die Erweiterung Heavensward erweitert aber nicht nur den spielbaren Bereich um einen großen Teil, sie ermöglicht den Spielern nun auch, ihre Berufe, darunter Sammler wie Botaniker oder Bergarbeiter und Hersteller wie Grobschmied und Lederer sowie ihre Klassen, also beispielsweise Kämpfer oder Heiler, in ihrem Level weiter zu steigern, da das Maximallevel von Stufe 50 auf 60 angehoben wurde. Diese zehn Stufen wirken auf den ersten Blick nicht viel, allerdings gibt es für jede einzelne Klasse und jeden Beruf wieder besondere Aufgaben zu erfüllen, durch die neue, einzigartige Fähigkeiten freigeschaltet werden, die man dann sinnvoll mit dem bereits Erlernten kombinieren muss. Das sorgt auch bei erfahrenen Spielern des Hauptspiels für Abwechslung und bringt frischen Wind in das bekannte Spielprinzip.

Alles auf Anfang
Frischen Wind bringen aber auch die drei komplett neuen Klassen: Der Maschinist, eine Angreiferklasse, die mit Pistolen und kleinen Maschinen für mächtig Schaden sorgt. Die Heilerklasse Astrologe, die mit Hilfe von Karten und einem Sternenglobus die Verbündeten heilt. Und schließlich eine Tankklasse (Panzer), den Dunkelritter. Dieser ist ausgestattet mit mächtiger Rüstung und einem gigantischen Zweihandschwert, um Feinde anzulocken, deren Angriffe zu parieren und so das eigene Team zu schützen. Diese neuen Klassen fügen sich nahtlos in das Geflecht der bereits bestehenden Klassen ein und sorgen für Abwechslung. Sie sind zudem eine sinnvolle Ergänzung, da sie routinierten Spielern die Möglichkeit bieten, sich mit einer komplett neuen Klasse sowie neuen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen.
Diese Klassen sind allerdings nicht von Beginn an wählbar. Hierzu muss man erst die Geschichte des Hauptspiels beenden, um Zugang zu Ishgard zu erhalten, wo die Klassen dann verfügbar sind. Damit man dann allerdings nicht wie bei anderen Klassen von Null anfangen muss, steigt man mit den neuen Klassen direkt auf Stufe 30 ein. Wer möchte, der kann neben einer neuen Klasse aber auch eine komplett neue Rasse spielen. Die Au Ra, mit Schuppen und einem langen Schwanz ausgestattete Humanoide, erinnern an eine Art Echsenmensch, fügen sich aber sehr gut in die Welt von Final Fantasy XIV ein.

Über den Wolken
Schließlich geht es, wie der Name Heavensward vermuten lässt, in der Erweiterung himmelwärts. Wie bereits im Hauptspiel gibt es auch im neuen Gebiet eine Vielzahl von Reittieren zu finden, auf deren Rücken man sich dann schneller durch die Welt bewegen kann. Diesmal besteht neben der Fortbewegung auf dem Boden jedoch die Möglichkeit, sich auf dem Rücken seines Reittiers – sofern es denn Flügel hat – oder in einem Luftschiff in luftige Höhen zu schwingen und die neuen Karten von oben zu erkunden. Dies funktioniert allerdings nur im neuen Spielgebiet Ishgard, in den Gegenden des Hauptspiels ist man weiterhin ausschließlich auf dem Boden unterwegs.

Fazit:
Heavensward ist eine sinnvolle Erweiterung für all diejenigen, die auch am Hauptspiel ihre Freude hatten. Die in der Erweiterung enthaltenen Neuerungen sind allesamt sehr interessant und bereichern das Spielerlebnis. Neueinsteiger, die sich voller Enthusiasmus in den eisigen Norden Ishgards stürzen wollen seien aber gewarnt, da sie erst die gesamte Geschichte des Hauptteils durchspielen müssen, ehe sie die neuen Gebiete betreten dürfen.
Da sich durch die Erweiterung am Spielprinzip und dem Grundaufbau des Spiels nichts ändert, ist auch Heavensward für Spieler ab 12 Jahren freigegeben. Für eine detaillierte pädagogische Beurteilung sei auf unsere Beurteilung zu Final Fantasy XIV: A Realm Reborn verwiesen.