Harvest Moon: Das verlorene Tal

Genre
Simulation
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Rising Star Games
Erscheinungsjahr
2015.06
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Farmen und Ernten, um die Jahreszeiten zu retten
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Hobbyfarmer
Sprache
Deutsch, Lesefähigkeit gefordert
Grafik
comichaft
Sound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
wahlweise männlicher oder weiblicher Charakter
Mehrspielermodus
Spielforderungen
Zusatzkosten
Problematische Aspekte
Gruppenleiterin
Katrin Schmidt
Luna Sennestadt, HoT Schildesche
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5

Spielbeschreibung:
Harvest Moon: Das verlorene Tal ist ein weiterer Ableger der bekannten Harvest Moon-Reihe und bereits der 4. Titel für den Nintendo 3DS. In diesem Teil landet der Protagonist in einer nie enden wollenden Winterwelt.
Aufgrund der Kälte wurden die Erntewichtel eingeschneit und auch alle Menschen zogen fort. Der endlose Winter begann, als die Erntegöttin ihr Armband und somit ihre Fähigkeiten verlor, die Jahreszeiten zu kontrollieren und den Ort zu beschützen.
Nun ist es die Aufgabe des Spielers, alle Jahreszeiten wiederkehren zu lassen, indem er die Erntewichtel und die Erntegöttin rettet. Hierzu muss er ihr das verlorene Armband zurückbringen, das Land von Schnee befreien und wieder neu befruchten. 

Pädagogische Beurteilung:
Lange Textpassagen zu Beginn
Gleich zu Beginn des Spieles erfährt der Spieler, dass er den Erntewichteln helfen soll. Immer und immer wieder erscheinen Textpassagen, in denen jemand Unbekanntes um Hilfe bittet. Das Prinzip ist einfach: Zunächst wird eine Aufgabe erteilt, dann die Steuerung dazu erklärt und schließlich vom Spieler ausgeführt. Anschließend erfolgt die nächste Aufgabe. So soll die Figur anfangs den Boden von Schnee befreien und pflügen, um so der ersten Figur zu helfen. Es handelt sich um Rowan, einen der Erntewichtel. Er wird zum Hauptbegleiter des Spielers und taucht immer wieder auf, um seine Anliegen mitzuteilen und stattet die Hauptfigur mit dem dazugehörigen Equipment, wie Schaufel, Hacke, Gießkanne, Axt usw. aus.
Obwohl die Beschreibungen und das Spielen im Wechsel erfolgen, empfanden die Spieletester die Dialoge als zu lang und das Spielerlebnis dahingehend als zu kurz.

Steuerung leicht erklärt, trotzdem anstrengend durchzuführen
Neben Rowans Erklärung wird die Steuerung auf dem unteren Display nochmals angezeigt und kann zudem im Bücherregal nachgelesen werden. Wie mit dem Nintendo 3DS üblich, wird die Figur mit dem Stick gesteuert. Das klassische Steuerkreuz dagegen ist hilfreich, um einzelne Bereiche bzw. Felder zu markieren, die bearbeitet werden sollen.
Trotz der ausgiebigen Erklärung der Steuerung war es für die Spieletester nicht so einfach, diese zu beherrschen. So wurden die Y-Taste (Felder vom Schnee befreien, Erde schaufeln oder auffüllen, hacken und gießen) und die A-Taste (aussähen und ernten) häufig miteinander verwechselt und die jungen Tester wunderten sich dann, warum manche Aktionen nicht funktionieren. Außerdem war es verwirrend, dass die Felder nicht immer mit dem Steuerkreuz markiert werden konnten (z.B. beim Aussähen) und es etwas schwierig und nervig war, die Figur mit dem Stick genauso auf die Felder zu bewegen, wie es von Rowan verlangt wurde.
Positiv fällt allerdings auf, dass der Spielstand jederzeit gespeichert werden kann.

Neben der Steuerung ist noch einiges zu beachten
Obwohl das Spielprinzip eintönig wirkt, ist daneben noch viel zu beachten. So hat die Figur eine Ausdauerleiste in Form von Herzen, auf die geachtet werden muss. Zusätzlich zeigt ein Smiley die Gesundheit an. Die Figur muss beispielsweise schlafen gelegt werden, sobald es dunkel wird, da sonst die Gesundheit leidet und mehr Herzen verbraucht werden. Das Schlafen ist aber nicht nur da, um die Gesundheit aufzufüllen. Im Traum hat die Figur auch Visionen, die am Folgetag eintreten. Diese enthalten weitere Nebenfiguren und -aufgaben. So erscheint beispielsweise Sam, der Samen und Dünger verkauft oder Sally, ein kleines Mädchen, das ihre Mutter sucht.

Fazit:
Wie auch schon in den vorherigen Teilen ist es die Aufgabe, eine Farm zu errichten und am Laufen zu halten. Nur so kann die Erntegöttin Kraft erlangen und den ewigen Winter aus dem Land verbannen.
Die Figuren sind niedlich und liebevoll gestaltet, allerdings tröstet dies nicht über die zu langen und eintönigen Textpassagen hinweg. Nicht nur die Steuerung war in der Erklärung zu lang, auch die Nebencharaktere wurden jeweils mit viel Text eingeführt. Trotz der ausführlichen Erklärungen fanden die Tester die Steuerung verwirrend und kompliziert. Sie fanden es aber hilfreich, dass die Tastenbelegung im unteren Bildschirm angezeigt wurde.
Zwar machte es ihnen Spaß, die Felder vorzubereiten und zu beackern, sie vermissten es jedoch, sich selbständig im Spiel auszuprobieren und waren teilweise genervt, immer nur nach den Aufforderungen zu agieren - auch nach etwas längerem Spielen.
Alles im Allem würden die Tester im Alter von 8 bis 11 Jahren das Spiel Fans des Genres und der Reihe weiterempfehlen. Spieler die Spannung und Action erwarten, könnten sich allerdings schnell langweilen.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Kinder- und Jugendhaus Brake
Bielefeld
Bewertung Spielspass

„Die langen Texte hätten auch kürzer gefasst werden können.“