Studie der Universität zu Köln: Sexist Games=Sexist Gamers?

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Unter dem Titel „Sexist Games=Sexist Gamers? A Longitudinal Study on the Relationship Between Video Game Use and Sexist Attitudes” veröffentlichte die Universität zu Köln eine Studie zum Thema sexistisches Verhalten. Diese besagt, dass sexistische Inhalte in Games keinen Zusammenhang mit sexistischem Verhalten haben.

Dr. Johannes Breuer, Dr. Rachel Kowert, Ruth Festl und Dr. Thorsten Quandt untersuchten das Verhalten von 824 mindestens 14 jährigen Spielern über einen Zeitraum von 3 Jahren. Mit dieser Veröffentlichung wurden erstmals längerfristige Auswirkungen untersucht.

Die Untersuchung bezog sich vor allem auf die Kultivationshypothese, die davon ausgeht, dass längerfristiger Medienkonsum das soziale Verhalten so beeinflusst, dass ganz nach den vermittelten Werten gehandelt wird. Diese Annahme konnte die Studie allerdings nicht bestätigen. Der Konsum von sexistischen Inhalten fördert demnach nicht das sexistische Verhalten von Rezipienten und es lassen sich ebenfalls keine Vorlieben für bestimmte Genres ableiten.

Das Thema Sexismus in Games ist schon länger Teil von hitzigen Diskussionen. Neben Brianna Wu, macht auch Anita Sarkeesian die Öffentlichkeit auf eine fälschliche Darstellung von Frauen aufmerksam, während sie selbst mit Drohungen zu kämpfen haben.

Die Studie wurde über die akademische Plattform Mary Ann Liebert, Inc. veröffentlicht und kann dort nachgelesen werden.

Quelle: 4players.de