Ersteinschätzung: Need For Speed: Payback

Genre
Rennspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2017.11
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Ableger der beliebten Rennspielserie mit offener Spielwelt
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von actionreichen Rennspielen
Sprache
Deutsch
Grafik
realistische Umgebung mit einigen Grafikfehlern
Sound
realistische Fahrgeräusche

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Tyler und seine Freunde
Mehrspielermodus
Online-Mehrspielermodi
Spielforderungen
gute Reflexe
Zusatzkosten
Mikrotransaktionen mit Echtgeld für optionale Spielinhalte
Problematische Aspekte
Anreize zusätzlich Geld auszugeben sind vorhanden, einige kleinere Spielfehler
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Die Need For Speed-Serie gehört zu den am längsten zurückreichenden Rennspiel-Franchises, die immer noch alle paar Jahre mit einem neuen Ableger bedacht werden. Die letzten Titel der Reihe wurden trotz hoher Produktionskosten von der Fachpresse und der Spielerschaft eher mit mittelmäßigen Wertungen bedacht, was auf Need For Speed: Payback zutrifft. Dabei klingt das Konzept erstmal nicht sonderlich schlecht. So gibt es eine seichte Story rund um Protagonist Tyler, seine Freunde und deren Auseinandersetzung mit einem Gangsterkartell, verschiedene Rennmodi, eine offene Spielwelt, die an Las Vegas und Umgebung angelehnt ist, eine tolle Grafik und vor allem viele verschiedene Autos.

Pädagogische Beurteilung:
Wie immer liegt der Teufel im Detail. So gibt es einige Grafikfehler, wie das zufällige Auftauchen und Verschwinden von Gegenständen und auch die Story wird teilweise einfallslos erzählt und oft unnötig in die Länge gezogen. Dabei gibt es durchaus einige spannende Missionen, die oft große Crashs und Verfolgungsjagden mit der Polizei beinhalten, diese lassen sich allerdings an einer Hand abzählen. Die Charaktere sind zum größten Teil nicht sehr sympathisch dargestellt und werfen mit unpassender Jugendsprache nur so um sich. Punkten kann jedoch das Fahrgefühl. Das ist zwar weit entfernt von Rennsimulationen wie Forza Motorsport 5 oder Gran Turismo 5, lässt sich aber zügig erlernen, wodurch bereits früh erste Erfolge eingefahren werden können. Auch mit der Auswahl der Autos kann das Spiel punkten. Diese ist sehr umfangreich und bietet sowohl für Straße als auch für Offroadstrecken einiges an Auswahl. Der große Schwachpunkt liegt hier aber am fehlenden Balancing der Fahrzeuge, die häufig weit von der Realität abweichen. So sind zum Beispiel auch moderne Sportwagen bestens für Offroadstrecken geeignet. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Implementierung von Mikrotransaktionen, die sich in allen jüngeren Titeln von EA wiederfinden. Hier können Spieler_innen gegen Echtgeld Erweiterungen für ihre Fahrzeuge oder Spielwährungen kaufen. Diese könnten sie theoretisch auch erspielen, das erfordert allerdings einiges an Geduld.

Fazit:
Fans von actionreichen Rennspielen werden mit Need For Speed: Payback zumindest kurzzeitig Spaß haben. Eine richtige, ausgeklügelte Fahrsimulation findet sich hier nicht - der Fokus liegt eindeutig auf Verfolgungsjagden, effektreichen Unfällen und einem hohen Adrenalinpegel. Getrübt wird das ganze durch Mikrotransaktionen, die aber keine Pflicht sind, um das Spiel zu genießen. Die zahlreichen Effekte und das unglaublich schnelle Spielgeschehen kann vor allem jüngere und unerfahrene Spieler_innen überfordern und frustrieren. Daher ist das Spiel erst für Jugendliche ab 12 Jahren interessant.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.