Little Nightmares

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Bandai Namco
Erscheinungsjahr
2017.04
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Schaurig düsteres 2,5D Jump&Run
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Jugendliche Spieler_innen, die Interesse an düsteren und spannend Settings haben
Sprache
komplette ohne Sprache
Grafik
gruseliges, düsteres und skurriles Ambiente
Sound
unheimlicher Sound trägt zur schaurigen Atmosphäre bei

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
das kleine Mädchen Six
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, Geschicklichkeit, Umgang mit stressigen Situationen
Zusatzkosten
zusätzliche kostenpflichtige Kostüme (0,99) sowie spielbarer Zusatzinhalt "Geheimnisse des Schlunds" (3,99)
Problematische Aspekte
sehr unheimliches und evtl. angsterzeugendes Setting kann zu Spannung und Stress führen
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Der Schlund ist eine alptraumhafte Meeresstation, die jedes Jahr auftaucht und hungrige und fettleibige Gäste anlockt, die allesamt grausig entstellt aussehen. Allerdings sind es Kinder, die den gefräßigen Gästen serviert werden. Diese werden von den Bewohner des Schlunds gefangen und zubereitet. Die Spieler_innen steuern ein Wesen im gelben Regenmantel durch diesen unheimischen Ort. Hierbei handelt es sich um das Mädchen Six, das nur mit einem Feuerzeug bewaffnet versucht, von diesem Ort zu entkommen. Hierbei werden verschiedene Bereiche der Unterwasserstation durchquert, Rätsel gelöst und Geschicklichkeitspassagen absolviert. Allerdings muss ständig aufgepasst werden, dass man nicht dem Hausmeister, den Köchen, den Gästen oder der Herrin dieses alptraumhaften Ortes in die Arme läuft.

Pädagogische Beurteilung:
Rätsel und Kletterpassagen
Zu Beginn erhalten die Spielenden kaum Informationen über die eigentliche Hintergrundgeschichte. Sie finden sich mit Six in den Tiefen des Schlunds wieder und müssen eigenständig einen Weg hinaus finden. Steuererklärungen werden nicht gegeben, vielmehr müssen die Spieler_innen selber herausfinden, was sie tun müssen. Six kann laufen, springen, ihr Feuerzeug benutzen und Gegenstände schieben und aufheben. So birgt zu Beginn jeder Raum anscheinend ein Rätsel, das es zu lösen gilt. Da müssen Objekte verschoben werden, um höhergelegene Passagen zu erreichen oder es müssen Schlüssel entdeckt werden, um verschlossene Türen zu öffnen. Die Tester_innen bemängelten allerdings, dass die Steuerung etwas zeitversetzt umgesetzt wird und sich Six auch nicht wirklich schnell fortbewegt. Dies kann zu Anspannung und Stress bei den Spieler_innen führen, besonders in Situationen, in denen zeitkritisch gehandelt werden muss. Auch weite Abgründe wurden im Test oftmals unterschätzt, beispielsweise wenn Six auf einer beweglichen Plattform steht, die sich dem eigentlichen Ziel langsam nähert. Aus Hektik sprangen die Tester_innen oftmals zu früh ab, was zum Ableben der Spielfigur führte. Hier werden Geduld und Stress oftmals auf die Probe gestellt.

Feindliche Kreaturen
Das komplette Spiel ist sehr düster gehalten und die Orte wirken unheimlich, alptraumhaft und könnten einem Tim Burton Film entsprungen sein. Licht und Schatten spielen hierbei eine große Rolle, da Six ihr Feuerzeug nutzen muss, um dunkle Orte zu erhellen und Kerzen zu entzünden. Ebenso muss sie sich jedoch auch in den Schatten, unter Tischen und hinter Objekten verstecken, um unbemerkt durch die Räume zu gelangen. Denn sie ist nicht allein. Die skurrilen und entstellten Schlund-Bewohner sind jederzeit bereit, sie zu fangen. In dem Fall muss man die Szene erneut versuchen.

Unheimliche Atmosphäre
Sowohl die grafische Gestaltung wie auch die musikalische Untermalung tragen zur unheimlichen Atmosphäre bei. Dazu kommt, dass die Passagen, in denen man schnell handlen, sich verstecken und von den feindlichen Kreaturen fliehen muss, zu Stress, Anspannung und Nervosität führen können. Die jugendlichen Spieletester_innen fragten oftmals, ab wieviel Jahren das Spiel freigegeben ist, da sie eine höhere gesetzliche Alterskennzeichnung erwarteten. Sie waren sich einig, dass das Spiel besonders für jüngere Sieler_innen zu unheimlich sein könnte, auch da die bereits beschriebenen Situationen besonders spannend inszeniert sind.

Fazit:
Das 2,5D Jump&Run spielt in einer düsteren Welt und konfrontiert die Spieler_innen mit einem alptraumhaften Szenario, in dem Kinder gefangen und verspeist werden. Oftmals kommt es zu schreckhaften Momenten und die Atmosphäre ist durchweg spannend und gruselig. Besonders zeitkritische Situationen können hierbei zu Stress führen und auch die Hintergrundgeschichte ist nicht für jüngere Spieler_innen geeignet. Jugendliche ab 14 Jahren können das Gesehene jedoch als fiktional einordnen und die stressigen Situationen mit genügend Medienerfahrung als spannend und herausfordernd empfinden. 

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass