Google Playstore

Mit ca. 845.000 hochgeladenen Apps im Jahr 2012 überholte der Anbieter Google mit seinem Betriebssystem Android den bisherigen Marktführer und bekannten Konkurrenten Apple. Immer mehr Handys mit Android werden gerade auf dem deutschen Markt verkauft, da die technischen Alternativen deutlich preisgünstiger zu erstehen sind als iPhones. Insbesondere in Sachen Jugendschutz ist Android jedoch eher ein undurchdringlicher Dschungel, mit wenigen Informationen und Einschränkungen.

Jugendschutz
Der Jugendschutz bei Androidgeräten und im Playstore ist auf den ersten Blick nur schwer durchschaubar. Generell werden die Hersteller von Apps dazu angehalten, ihre Applikation von vorneherein einzustufen. Die Einstufung sieht hierbei folgendermaßen aus (Quelle: Google Play Support):

Alle Stufen
Apps dieser Kategorie dürfen weder Daten zum Standort der Nutzer erfassen noch unangemessene Inhalte aufweisen. Die Apps dürfen die Nutzerinhalte nicht freigeben und keine sozialen Funktionen enthalten.

Niedrige Stufe
Apps dieser Kategorie können leichte Gewalt in Cartoons bzw. Fantasiegewalttätigkeit oder andere, möglicherweise anstößige Inhalte enthalten. Die Anwendungen erfassen unter Umständen Daten zum Standort der Nutzer, um standortspezifische Informationen bereitzustellen oder die Nutzererfahrung anderweitig zu verbessern. Die Daten dürfen jedoch nicht an andere Nutzer weitergeleitet werden. Die Apps können soziale Funktionen enthalten, dürfen jedoch nicht in erster Linie dazu dienen, dass Nutzer sich gegenseitig finden und miteinander kommunizieren können.

Mittlere Stufe
Apps dieser Kategorie können sexuelle Anspielungen, intensive Fantasiegewalttätigkeit oder realistische Gewalt, Obszönitäten und derben Humor, Anspielungen auf Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum sowie simuliertes Glücksspiel enthalten. Die Apps können Daten zum Standort der Nutzer erfassen, um diese mit dem Einverständnis des Nutzers weiterzuleiten oder zu veröffentlichen

Hohe Stufe
Apps dieser Kategorie können in größerem Umfang sexuelle und anzügliche Inhalte, grafische Gewalt, soziale Funktionen, simuliertes Glücksspiel sowie explizite Anspielungen auf Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum enthalten. Die Apps können Daten zum Standort der Nutzer erfassen, um diese mit dem Einverständnis des Nutzers weiterzuleiten oder zu veröffentlichen.

Welche Apps wie eingestuft wurden, ist für den Nutzer selbst jedoch nicht ersichtlich. Als Möglichkeit diese Stufen einzugrenzen kann ausschließlich der Suchfilter bei Apps verändert werden. Hierzu müssen folgende Schritte unternommen werden:
1. Öffnen Sie Google Play auf Ihrem Android-Gerät.
2. Drücken Sie die Menütaste und wählen Sie „Einstellungen" aus.
3. Tippen Sie auf „Filter für Inhalte" und wählen Sie die gewünschte Einstellung aus.
4. Gehen Sie zurück und wählen Sie „Pin festlegen" aus.
5. Berühren Sie zum Sperren der Einstellungen „PIN festlegen oder ändern".
6. Geben Sie einen PIN-Code ein und berühren Sie OK.
7. Geben Sie Ihre PIN erneut ein, um sie zu bestätigen.
Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit App Käufe nur zuzulassen wenn dies durch einen Pincode bestätigt wird. Diese Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link:
http://support.google.com/googleplay/bin/answer.py?hl=de&answer=1626831&topic=2803023&ctx=topic
Außerdem werden seit kurzem einzelne Lieder oder Musikalben die es im App Store zu erwerben gibt, als „anstößig" gekennzeichnet. Wie genau diese Einstufung entsteht oder nach welchen Kriterien diese ausgewählt werden, ist derzeit noch unklar.

Bezahlsystem
Im Google Playstore kann derzeit ausschließlich mit Kreditkarte bezahlt werden. Kunden der Anbieter Vodafone, Telekom und O2 können unter bestimmten Voraussetzungen App Käufe über ihre Telefonrechnung abrechnen lassen. Es steht derzeit zur Debatte, ob Kunden in Zukunft die Möglichkeit erhalten sollen per PayPal zu bezahlen.