Die Simpsons Springfield

Genre
Apps
USK
keine Kennzeichnung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2012.02
Systeme
iOS, Android
System im Test
iOS
Kurzbewertung
Social-Game für Fans der Fernsehserie
Redaktion
Markus Sindermann
Spieleratgeber NRW
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Spielbeschreibung:
Für jeden Simpsons-Fan war es nur eine Frage der Zeit, bis Homer Simpson eine Kernschmelze im Reaktor verursacht und Springfield damit dem Boden gleich macht. In der App "Die Simpsons – Springfield" ist genau dies die Ausgangslage für den Spieler, der das Ziel verfolgt, die Stadt wieder zu Errichten – und zwar nach seinen Vorstellungen. Dafür muss er Aufgaben absolvieren, die ihm Erfahrungspunkte und Spielgeld bringen, womit wieder neue Gebäude errichtet werden können. Zu Beginn ist die Spielwelt noch sehr überschaubar und erst mit der Zeit werden weitere Charaktere durch den Bau von Gebäuden freigeschaltet, denen der Spieler neue Aufgaben zuteilen kann.

Pädagogische Beurteilung:
Bekanntes Geschäftsmodell in neuer Optik
"Die Simpsons – Springfield" bedient sich alten Geschäftsmodellen wie "Farmville" (Test von Farmville). Der Spieler wird durch verschiedene Aufgaben am Spiel gehalten, die manchmal nur ein paar Sekunden, ein anderes Mal aber auch bis zu 24 Stunden dauern können. Erst nach Ablauf der Zeit kann sich der Spieler die dadurch verdienten Erfahrungspunkte und das Spielgeld abholen und dem jeweiligen Charakter eine neue Aufgabe zuteilen. Eine Verkürzung der Wartezeit ist nur durch den Einsatz von Donuts – einer weiteren virtuellen Währung möglich, die der Spieler mühselig sammeln oder durch den Einsatz von echtem Geld kaufen kann. Die App versucht den Spieler dabei ständig zum Geldeinsatz zu verleiten, wodurch es für jüngere Spieler eher ungeeignet ist. Hinzu kommt der Preis: So kosten 900 Donuts knapp 40,- € die, wenn sie erst einmal zur Verfügung stehen, schnell ausgegeben sind. Zusätzlich hält es den Nutzer durch eine Art Eigenironie und einem gewissen Unterhaltungsfaktor am Spiel und überzeugt zudem durch seine Grafik. Die Aufgaben der einzelnen Charaktere sind lustig beschrieben und passen auf den jeweiligen Charakter. So muss Homer Simpsons beispielsweise „bei einem Power-Nap verschlafen" (4 Stunden) wodurch der Spieler Punkte und virtuelles Spielgeld erhält.

Verbinde dich mit Freunden
"Die Simpsons – Springfield" ist ein Social Game und setzt darauf, dass sich der Spieler mit Freunden und Bekannten verbindet, die das gleiche Spiel spielen. Wenn er das getan hat, kann er ihnen helfen und einmal am Tag die Stadt seiner Mitspieler besuchen. Auf manche Spieler übt dies eine zusätzliche Faszinationskraft aus, da sie sich direkt mit ihren Freunden vergleichen können. Um diese Verbindung eingehen zu können, braucht der Spieler einen EA-Origin-Account. Optional kann das Spiel aber auch alleine, ohne Account gespielt werden. Dann gibt es aber auch keine Möglichkeit, sich mit anderen Spielern zu verbinden.

Fazit:
"Die Simpsons – Springfield" ist ein lustiges und selbstironisches Spiel, das bei Simpsons-Fans auf Anklang stoßen wird. Das Spiel überzeugt auch ohne eine Origin-Anbindung und ohne den Einsatz von Geld. Gerade aber wegen diesem geldwerten Einsatz sollten Kinder unter 10 Jahren das Spiel nicht spielen und danach nur, wenn über dieses Thema offen gesprochen wurde.