Darkest Dungeon

Genre
Rollenspiele
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Red Hook Studios
Erscheinungsjahr
2016.01
Systeme
PC, Playstation 4, Mac, Playstation Vita
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Zufallsgenerierter Dungeon-Crawler
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Taktiker, frustresistente Rollenspiel-Fans
Sprache
Deutsch, Englisch
Grafik
düstere 2D Comic-Grafik
Sound
düster und atmosphärisch

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
verschiedene Avatare ohne tiefgreifende Hintergrundgeschichte
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Taktikverständnis, Englischkenntnisse
Zusatzkosten
Erweiterungspaket: Crimson Court (9,99€)
Problematische Aspekte
Gewaltinhalte, teilweise unheimliche/angsterzeugende Inhalte
Redaktion
Marco Rasche
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Darkest Dungeon ist ein Rollenspiel, welches sich von anderen Genrevertretern deutlich abhebt. Es gibt keine direkten Protagonist_innen, sondern nur käufliche Söldner_innen, die für Bares mehr oder weniger freiwillig mit in die Schlacht ziehen. Aufgabe ist es, den einstig ehrvollen Familiennamen reinzuwaschen. Denn der Vorfahre hat durch Nachforschungen und Experimente ein Tor zur Hölle geöffnet. Zum Leidtragen der Erben, in diesem Falle der Spieler_innen, müssen die Monster zurückzuschlagen werden, die sich in sogenannten Dungeons verstecken, welche die Spieler_innen mit bis zu vier Charakteren betreten kann.
Jedes Dungeon bringt hierbei verschiedene Missionen mit sich. So kann es sein, dass ein besonders mächtiger Gegner besiegt oder das Verlies lediglich komplett erkundet werden muss. Auf dem Weg gibt es zwar allerlei Beute einzusammeln, doch es ist Vorsicht geboten, denn manchmal verbirgt sich auch eine Falle unter der Beute, die dann einen oder mehreren Charakteren ihren weiteren Weg erschweren.
Das Besondere an den Charakteren ist, dass sie sowohl positive als auch negative Charaktereigenschaften haben. So ist jeder Charakter auf seine Art und Weise einzigartig und kann taktisch vielfältig eingesetzt werden.

Pädagogische Beurteilung:
Charaktere als Mittel zum Zweck
Die zufallsgenerierten Charaktere haben nur wenig Bedeutung. Da das Sterben der Charaktere keine Seltenheit ist, muss die Gruppe stets durch andere Figuren wieder aufgestockt werden. Zwar kann jedem Charakter ein eigener Name gegeben werden, aber diese Mühe machen sich vermutlich nicht viele, denn vielleicht ist genau diese Figur bei der nächsten Mission schon nicht mehr dabei. Zudem kann es auch ein taktischer Vorteil sein, schwächere Charaktere zu opfern, um für bessere Charaktere neue Ausrüstung kaufen zu können.

Fragwürdige Attributbehandlung
Wie bereits erwähnt, besitzt jeder Charakter sowohl positive als auch negative Attribute. Nach jeder erfolgreichen Mission können außerdem neue Eigenschaften hinzukommen, welche dann ebenfalls entweder positiv oder negativ sind. Es gibt aber auch Möglichkeiten, wie man die neuen Attribute wieder loswerden kann. Dies ist in verschiedenen Örtlichkeiten, wie beispielsweise einer Kneipe, dem Bordell, einem sehr fragwürdigen Arzt oder auch der Kirche, möglich.

Krisenmanagement
Das Abwägen von Situationen und vorausschauendes Denken ist für dieses Spiel elementar, denn jeder kleinste Fehler und jede kleinste Unaufmerksamkeit kann sich schnell in eine beachtliche Krise verwandeln. Allerdings besteht für die Spieler_innen jederzeit die Möglichkeit, die Mission abzubrechen und mit der schon eroberten Beute den Rückzug anzutreten. Mit der Beute kann sich neue Ausrüstung gekauft oder ein Charakter verbessert werden, womit man einen Vorteil für den nächsten Versuch erlangt. Jedoch besteht auch bei Abbrechen der Mission das Risiko, dass die gespielten Charaktere negative Attribute erhalten. Es ist immer ein schmaler Grad, ob es lohnend ist, die Mission abzubrechen, um die sichere Beute mitzunehmen oder man lieber das Risiko eingeht, dass die Charaktere sterben könnten.

Forderndes Kampfsystem
Gekämpft wird in Darkest Dungeon rundenbasiert. Das heißt links stehen die Charaktere des Spielers und rechts die Monster. Dann wird der Reihe nach ausgewählt, welche Aktionen die verschiedenen Charaktere ausführen sollen. Es gibt die Möglicheit, zwischen angreifen, heilen oder sich und/oder seinen Mitspielern einen Verteidigungsbonus zu verschaffen, zu wählen. Wichtig ist jedoch auch vorausschauendes Denken, denn es gilt zu berücksichtigen, mit welcher Art von Monster man es zu tun hat und welche Stärken und Schwächen diese haben, um sich perfekt auf den Kampf einstellen zu können. Ist allerdings irgendwann eine Aktion ausgewählt, kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. So können auch schon kleine Fehler verhängnisvoll sein.

Fazit:
Darkest Dungeon bietet eine sehr abwechslungsreiche und atmosphärische Spielwelt mit unzähligen Möglichkeiten. Allerdings ist das Spiel aufgrund der düsteren Atmosphäre, den teilweise angsteinflößenden Darstellungen, dem Schwierigkeitsgrad und der Tatsache, dass Gewalt als einzige Lösung zur Konfliktbewältigung angeboten wird, eher für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.