Clash of Clans

Genre
Apps
USK
keine Kennzeichnung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Supercell
Erscheinungsjahr
2012.08
Systeme
iOS, Android
System im Test
iOS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Kostenloses und umsatzstarkes Strategiespiel
Redaktion
Spielbar
www.spielbar.de
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Clash of Clans" ist ein Online-Strategiespiel für mobile Geräte, in dem es gilt sein eigenes Dorf aufzubauen, Truppen zu trainieren und sich im Kampf mit tausenden anderen Spielerinnen und Spielern weltweit zu messen. Die strategischen Möglichkeiten sind begrenzt. Trotzdem motiviert das Spiel nicht zuletzt durch die große Anzahl potentieller und abwechslungsreicher Gegner.
Der Aufbau des eigenen Dorfes beginnt mit dem Rathaus. Anschließend folgen weitere Bauwerke, die in drei Kategorien eingeteilt sind: Ressourcen, Armee und Verteidigung. Unter Ressourcen finden sich Gebäude, die Rohstoffe wie Gold und Elixier produzieren und lagern. Die Ressourcen sind die Währung im Spiel, mit der man neue Bauwerke kauft und die Ausbildung von Streitkräften finanziert. Unter Armee stehen Kasernen für die Ausbildung von Streitkräften zur Verfügung, sowie Armeelager in denen die Streitkräfte sich sammeln. Jeder Kämpfer hat seine Vor- und Nachteile. Die Bogenschützen beispielsweise können über Mauern hinweg angreifen, haben dafür jedoch nur wenige Trefferpunkte und werden daher schneller besiegt. Riesen dagegen können mehr Treffer einstecken, sind dafür aber teurer in der Ausbildung und nehmen im Armeelager den Platz von 5 Bogenschützen ein. Außerdem gibt es Gebäude, in denen unterstützende Zauber für den Kampf entwickelt und Truppen stärker und widerstandsfähiger gemacht werden. Als Verteidigung gelten Mauern, Schützentürmen oder Kanonen.
Jedes Gebäude lässt sich ausbauen. Dadurch verbessern sie sich in ihrer jeweiligen Funktion und sind dann außerdem schwerer einzunehmen.
Sobald genügend Streitkräfte in den Armeelagern vorhanden sind sucht man sich ein gegnerisches Ziel. Das kann wahlweise ein vom Spiel vorgegebenes Dorf in einer Art Kampagne sein. Oder man lässt zufällig ein Dorf der tausenden, anderen Spielerinnen und Spieler auswählen. Beim Sieg winken wertvolle Rohstoffe und Trophäen. Bei einer Niederlage werden Trophäen abgezogen. Parallel wird das eigene Dorf von anderen angegriffen. Auch hier kann man bei erfolgreicher Verteidigung Trophäen gewinnen. Bei einer Niederlage jedoch verliert man wertvolle Ressourcen.
"Clash of Clans" ist kostenlos und in mehreren Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch. Um das Strategiespiel spielen zu können ist eine dauerhafte Internetverbindung von Nöten.

Pädagogische Beurteilung:

Von Anne Sauer auf spielbar.de

"Clash of Clans" ist ein einfaches Strategiespiel im ansprechenden Comiclook, obgleich sich der Strategieaspekt hier in Grenzen hält: Zwar ist der Platz in den Armeelagern begrenzt und muss mit Bedacht vergeben werden. Im Kampf selbst sind die Kontrollmöglichkeiten über die einzelnen Einheiten sehr eingeschränkt. Vieles läuft automatisch ab. Hier wäre etwas mehr Handlungsfreiheit wünschenswert, wie die nachträgliche Positionierung der Streitkräfte, die sich bereits im Kampf befinden.

Die Aufgaben in "Clash of Clans" sind überschaubar. Strategie-Neulinge werden sich hier schnell zurechtfinden. Geübte Strategiespieler fühlen sich dagegen möglicherweise unterfordert. Man loggt sich ein, veranlasst die Verbesserung eines Gebäudes und bildet Truppen aus. Dann heißt es abwarten. Anschließend zieht man mit den Truppen in den Kampf oder startet neue Aktionen. Damit scheint "Clash of Clans" zunächst ein Spiel zu sein, das man zwischendurch spielen kann. Der Schein trügt jedoch. Denn wer nicht im Spiel ist läuft Gefahr, angegriffen zu werden und verliert möglicherweise wertvolle Ressourcen. Personen, die sich direkt im Spiel befinden können dagegen nicht angegriffen werden. Daraus resultiert eine hohe zeitliche Bindung an das Spiel, das eigentlich nur Aufgaben für zwischendurch bereitstellt. Wer sich beim Versuch, nicht aus dem Spiel zu gehen, langweilt investiert Juwelen um – ähnlich wie in Social Games – lästige Wartezeiten zu überbrücken. Juwelen kosten Geld. Die Beträge reichen vom wenigen Euros im Taschengeldbereich (4,49€) bis hin zu großen Beträgen von 89,99€. Als In-App-Kauf wird der entsprechende Betrag einfach über die Kreditkarte des entsprechenden Accounts auf dem Gerät abgerechnet. Die Hürden hierfür sind vergleichsweise gering. "Clash of Clans" ist derzeit nicht umsonst auf Platz 1 der umsatzstärksten Apps im App Store (Stand: 05.04.2013).

Doch was macht das Spiel so interessant? Was motiviert zum Weiterspielen? Zum einen lockt die Neugierde über neue Gebäude und Streitkräfte, die mit steigendem Level ihr Äußeres verändern. Zum anderen motivieren Errungenschaften für besondere Aktionen, die mit Juwelen belohnt werden. Auch der direkte Vergleich unter den Spielerinnen und Spielern als auch unter den einzelnen Clans in Highscore-Listen wirkt motivierend. Ein wichtiger Punkt ist auch die Abwechslung im Spiel. In "Clash of Clans" tummeln sich tausende Spielende und damit unzählige potentielle Gegner mit jeweils unterschiedlichen Dörfern. Jeder Kampf ist anders.

Fazit:
Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung ist ein nicht übersehbarer Bestandteil von "Clash of Clans". Aufgrund der comichaften, farbenfrohen Darstellung und des fantasievollen Settings mit Zauberkraft und Drachen werden jedoch ausreichend Distanzierungsmöglichkeiten zur Realität gegeben. Die Möglichkeit innerhalb des Spiels schnell viel Geld auszugeben ist kritisch zu betrachten. Daher eignet sich "Clash of Clans" erst ab einem Alter von 10 Jahren.